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Zwei-Milliarden-Grenze beim Umsatz übersprungen


21.04.2000 - 

Maxdata will den Wandel zur E-Business-Company vollziehen

MARL (CW/vwd) - Die Maxdata AG, Marl, will ihr Geschäft neu ausrichten und sich künftig mit E-Business-Lösungen für den Mittelstand am Markt positionieren. Dazu soll unter anderem auf das zwar umsatzstarke, aber ertragsschwache OEM-Geschäft bei der PC-Fertigung verzichtet werden.

Holger Lampatz, Vorstandsvorsitzender des seit Mitte vergangenen Jahres am Neuen Markt notierten Computer-Herstellers, zog auf der Bilanzpressekonferenz eine positive Bilanz. Mit rund 1,7 Millionen verkauften Monitoren und 750 000 ausgelieferten PCs sei man 1999 der drittgrößte Produzent in Deutschland gewesen. Auch das Geschäftsjahr 1999 verlief erfolgreich: Der Umsatz konnte im Vorjahresvergleich um rund 30 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Mark gesteigert werden, das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 103 Millionen Mark und erzielte damit ein Plus von 10,5 Prozent.

Ungeachtet der positiven Kennziffern kündigte Lampatz eine "radikale Neuausrichtung des Unternehmens" an. Maxdata wolle sich vom klassischen Hardwarehersteller zum Full-Service-Provider mit Schwerpunkt E-Business für mittelständische Geschäftskunden wandeln. Dabei sei vorgesehen, auf das OEM-Geschäft, das 1999 noch einen Umsatz von 628 Millionen Mark ausmachte, zu verzichten.

Künftig werde es vier Business Units geben: Maxdata Factory für die Produktion der eigenen Monitore,PCs und Notebooks, Maxdata International für den Vertrieb dieser Komponenten, Maxdata Services (Vorort-Service, Call Center, Web-Hosting etc.) sowie die Division Maxdata E-Business (Web-Content, Customer Relationship Management, Portale etc.).

Restrukturierung und Investitionen in das neue Geschäftsfeld werden sich, wie Lampatz ankündigte, auf das Geschäftsjahr 2000 auswirken. So sei mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang auf rund zwei Milliarden beziehungsweise knapp 100 Millionen Mark zu rechnen. Für 2001 rechnet das Unternehmen jedoch mit einem Wachstum auf 2,4 und 2002 auf rund drei Milliarden Mark. Der operative Gewinn soll sich auf 141 beziehungsweise 190 Millionen Mark erhöhen. Diese Prognosen könnten sich, so der Maxdata-Chef, durch Akquisitionen und Beteiligungen noch erhöhen. Gerüchte um eine Übernahme durch den texanischen PC-Krösus Dell wollte Lampatz nicht kommentieren.