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07.12.1984 - 

Betriebssystemalternative aus dem britischen Empire:

MBOS/5 will ein Kontra zu Unix setzen

MÜNCHEN (CW) - Eine Alternative zu den am Markt befindlichen Betriebssystemen wie CP/M. MS-DOS, Unix oder Xenix stellt das Betriebssystem MBOS/5 der englischen Firma BOS Software Ltd. aus London dar. Multi-User-, Multi-Tasking-Fähigkeit und Portabilität auf rund 400 Rechnerkonfigurationen von etwa 60 Herstellen sowie die Lauffähigkeit auf 8-, 16-, und 32-Bit-Prozessoren unter Ausnutzung der vollen Kapazitäten kennzeichnen nach Herstellerangaben das System.

In letzter Zeit häufen sich die Fragen nach Mehrplatzsystemen, die es ermöglichen, an mehreren Bildschirmarbeitsplätzen gleichzeitig dieselben oder verschiedene Softwareprodukte zu benutzen, um große Datenbestände mehreren Benutzern gleichzeitig zugänglich zu machen. Diesen Anforderungen wird MBOS/5 nach Ansicht von Hans-Joachim Buchmaier, DV-Leiter der Spranz OHG, Stuttgart, voll gerecht und bietet außerdem die Möglichkeit, dieselbe Software auf Rechnern unterschiedlichster Bauart laufen zu lassen.

So könnten zum Beispiel Programme oder Dateien, die auf einem 8-Bit-Rechner erstellt worden sind, auf jedem anderen Computer eingesetzt oder bearbeitet werden, ohne Änderungen vorzunehmen. Ermöglicht wird dieses unter anderem durch die eigens für dieses Betriebssystem entwickelte Programmiersprache "BOS/MicroCobol". Unterstützt werden über 400 verschiedene Rechner von rund 60 Herstellern (zum Beispiel IBM PC XT, IBM PC AT, Durango, Poppy 186, Olivetti, Canon, Victor, Triumph-Adler, Sage, Wang, IBM /1, DEC PDP- 11).

Die unter MBOS/5 verfügbaren Softwareprodukte innerhalb dieser Palette sind nach Stuttgarter Angaben voll portabel. Die Übertragung von Programmen und Dateien zwischen den einzelnen Rechnern geschieht durch einfachen Diskettentausch. Sollte dies durch unterschiedliche Formate nicht möglich sein, so wird der Transfer mit Hilfe eines seriellen Datenkabels von einer Maschine auf die andere vorgenommen.

Anschluß von seriellen Terminals

Bei MBOS/5, so Buchmaier, handelt es sich nicht um eines der vielen angebotenen Netzwerke, sondern um ein echtes Multiuser- und Multitasking-System. Durch Nutzung der in den meisten Rechnern bereits vorhandenen oder optional hinzugefügten asynchronen Schnittstellen (V.24, RS232C) ist es möglich, weitere Arbeitsplätze in Form von seriellen Terminals anzuschließen. Die Entfernung der einzelnen Arbeitsplätze von der Rechnereinheit ist hierbei nur von den speziellen Eigenschaften der einzelnen Schnittstellen eingeschränkt.

Als Terminals bieten sich am Markt angebotene asynchrone Bildschirmarbeitsplätze an.

Habe sich der Benutzer einmal für ein bestimmtes Fabrikat entschieden, so Buchmaier, bedeute dies jedoch nicht, daß er nun an dieses gebunden sei. Spezielle Emulationspro