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14.11.1986 - 

Projektplanungspaket für Mikrocomputer:

mbp vertreibt Hoskyns-Programm

DORTMUND (pi) - Den bundesdeutschen Vertrieb des Projektplanungs- und Steuerungssystems PMW (Project Manager Workbench) der Hoskyns Group Ltd. hat ab sofort die Dortmunder mbp Software & Systems GmbH übernommen.

Weltweit wurden nach Angaben von mbp bisher rund 7000 Installationen dieses Pakets für ein "anwendungsgerechtes Projekt-Management-Verfahren auf Mikros" bei Anwendern durchgeführt. PMW läuft auf dem IBM PC XTAT und kompatiblen Maschinen sowie auf dem Rainbow von Digital Equipment und dem Wang PC; das Paket benötigt mindestens 512 KB Hauptspeicher. Der Planungsprozeß verläuft für den Anwender laut mbp online am Bildschirm, wobei sich Projekte durch sogenannte Gantt-Diagramme und Netzpläne darstellen lassen. Dabei können die Diagramme und die Personalzuordnung gleichzeitig angezeigt und interaktiv bearbeitet werden.

Mit Hilfe dieses Paketes kann der Anwender mbp zufolge die Auslastung von Ressourcen und Personal, auch über Gruppen von Projekten, sofort ablesen. Durch Verschieben, Dehnen oder Stauchen der einzelnen Balken des Diagramms am Bildschirm wird dynamisch die Auswirkung auf das Belastungsprofil angezeigt, was dem User eine exaktere Einsatzmittelplanung für eine Reihe parallel ablaufender Projekte bieten soll.

Das in PMW integrierte Textsystem ermögliche außerdem eine separate Gestaltung von Berichten für jede Managementebene. Import-/Export-Funktionen liefern eine Schnittstelle zu Lotus 1-2-3 oder anderen Systemen im Standard-DIF- oder ASCII-Format.

DV-Gestaltung: Perspektive und Politik

Implementierung einmal anders: Nicht als aufbereitetes Rezeptbuch, und nicht als Attacke in partizipationsorientierter -Reformabsicht, sondern als praktischer Handlungszusammenhang mit wissenschaftlichem Tiefgang versteht der Autor Michael Wollnik seine Analyse: "Implementierung computergestützter Informationssysteme. Perspektive und Politik informationstechnologischen Gestaltens."

Die eigentliche Botschaft des Buches, das im Verlag de Gruyter erschien, steckt im Untertitel. Sie stellt die Perspektive und Politik der Informationssystemgestaltung zur Diskussion. Wollnik macht dabei klar daß computergestützte Informationssysteme auf höchst unterschiedliche Weise - also aus verschiedenen Blickwinkeln - betrachtet werden können. Vom Hintergrund der perspektivischen Vielfalt hebt sich bei ihm durchgängig ein Aspekt ab: Die funktionaltechnologische Perspektive der maßgeblichen Gestaltungsträger. Da sie die Gestaltungsstrategie prägt, wird sie dadurch zugleich selbst bestätigt. Sie gibt vor die einzige - oder die einzig richtige - Betrachtungsweise darzustellen. Aber bei Erweiterung des Blickfeldes wird deutlich, daß sie schließlich nur eine von mehreren Möglichkeiten ist.

Die dominante Perspektive formt die Auffassungen der Systemplaner - und beeinflußt so die Ausrichtung ihrer Gestaltungsaktivitäten. Diese Aktivitäten bei der Einführung eines computergestützten Informationssystems treten in einen bestimmten Sinnzusammenhang: Sie bilden ein Implementierungssystem. Der Autor beschreibt nun auf dem Hintergrund empirischer Erfahrungen Bestandteile und Funktionsweise solcher Implementierungssysteme, beispielsweise ihre Aufgaben, Strukturen oder Interaktionen.

Besondere Betonung finden dabei die implementierungspolitischen Alternativen der Akzeptanzsicherung, etwa der Schutzschirm qualifizierter Argumente für den Einsatz der Informationstechnik, der Faktor Benutzerinteressen, die Anwendung durchorganisierter Implementierungsverfahren - ein Repertoire von - echten oder nur symbolischen - Maßnahmen zur Legitimierung nahezu beliebiger Gestaltungsprodukte.

Der Implementierungspraxis will Wollnik in großen, aber grundsätzlichen Zügen einen Spiegel vorhalten. Die derzeit geübte Praxis soll nämlich erkennen, wie sie ist, warum sie so und nicht anders ist und wie schwer sie es hätte, anders zu sein - selbst wenn sie es wollte.

Für den Bereich Implementierungstheorie liefert Wollniks "Implementierung computergestützter Informationssysteme" eine in sich abgerundete systemtheoretische Plattform. Von ihr führen eine Reihe Schnittstellen zu anderen Theorien. Sie ist auch dafür geeignet, zahlreiche empirische Analysen auf ihr Fuß fassen zu lassen.