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13.08.2004 - 

Besonders Schnüffelsoftware verbreitet sich rasant

McAfee erwartet neuen Virenrekord

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat McAfees Antivirus and Vulnerability Emergency Response Team (Avert) etwa so viele Schadprogramme festgestellt wie im gesamten Vorjahr. Gleichzeitig steigt die Gefährlichkeit der Angriffe. Allein im ersten Quartal 2004 hat das Unternehmen 21 Viren der Kategorien mittleren oder größeren Gefahrenpotenzials registriert. Im Jahr 2003 waren es insgesamt 20.

Das Avert registriert derzeit monatlich 400 bis 500 Schädlinge, im Vorjahr waren es noch 300 bis 400, und 2002 wurden 200 bis 300 gezählt. Die wahre Zahl dürfte nach Schätzungen des Sicherheitsunternehmens weit höher liegen, nämlich bei 50 pro Tag. Rund 60 Prozent der Schadprogramme fallen in die Kategorie "Adware" oder "Spyware", die sich ohne Zustimmung der Anwender auf Rechnern einnisten und unerwünschte Funktionen wie Angriffe auf Fremdrechner ausführen.

Die starke Zunahme registrierter Viren sei, so der Avert-Chef Vincent Gullotto, nicht damit zu erklären, dass die Virenspezialisten mit besseren Analysesystemen arbeiten. Für den Anstieg war auch der Kampf zwischen den Autoren des "Netsky"- und des "Bagle"-Virus verantwortlich. Ein Ende der immer neuen Varianten ist nicht abzusehen. Auch ältere Virenstämme wie Mydoom sind, wie sich Anfang dieser Woche bei einem Angriff auf Google und andere Suchmaschinen zeigte, unverändert gefährlich.

Trojanisches Pferd verschickt Nutzerdaten

Das größte Schadenspotenzial gehe derzeit allerdings von Exploit-MhtRedir.gen, auch bekannt als Download.Ject oder Scob, aus. Dieses trojanische Pferd nistet sich über Web-Server mit Microsofts Internet Information Services auf PCs ein und leitet persönliche Anwenderdaten an Hacker-Sites weiter. Bis zur Freigabe des Service Pack 2 für Windows XP sei davon auszugehen, so McAfee, dass zahlreiche Server infiltriert sind. (ls)