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13.11.2012 - 

Auf der Flucht

McAfee-Gründer wegen Mordes gesucht

Redakteur bei der PC-Welt
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Der Nachbar des McAfee-Gründers wird ermordet aufgefunden. Als die Polizei John McAfee einen Besuch abstatten will, vergräbt dieser sich im Sand.

Der Nachbar des McAfee-Gründers wird ermordet aufgefunden. Als die Polizei John McAfee einen Besuch abstatten will, vergräbt dieser sich im Sand.

Von Benjamin Schischka, PC-Welt

John McAfee, Gründer des Antiviren-Spezialisten McAfee, rennt nackt aus dem Haus und die Polizei erschießt seinen Hund. Das ist nun circa ein halbes Jahr her. Hintergrund der Razzia war damals illegaler Waffenbesitz – diese Anschuldigungen wurden später übrigens fallen gelassen. Nun hat John McAfee wieder mit der Polizei zu tun. Der Vorwurf wiegt aber ungleich schwerer: Mord.

John McAfee wohnt in Zentralamerika, in Belize (früherer Name: „Britisch-Honduras“). Am Sonntag Nachmittag soll die Polizei sein Anwesen gestürmt haben, berichtet Wired. McAfee soll die anrückenden Polizisten bemerkt haben und sich im Sand eingegraben haben. Dabei habe er eine Pappschachtel über seinen Kopf gestülpt, damit er noch atmen kann. Im Interview mit Wired soll er gesagt haben: „Es war extrem unbequem. Aber wenn sie mich finden, töten sie mich.“ Seitdem habe er sich versteckt und soll Wired angerufen haben, um seine Version zu erzählen.

Ursache für die Polizei-Durchsuchung sei der Mord an McAfees Nachbar Gregory Faull gewesen. Dieser soll am Sonntagmorgen in einer Blutlache aufgefunden worden sein. Am Hinterkopf habe er eine Schussverletzung gehabt. Die Polizei soll eine 9mm-Luger-Hülse am Tatort gefunden haben. Luger ist eine Pistole, die nur bis 1945 produziert wurde. McAfee soll gesagt haben, dass er nichts von dem Mord wisse. Er mache sich sogar Sorgen, dass der Mörder es eigentlich auf ihn abgesehen haben könnte und es sich um eine Verwechslung handele.

Der Ermorderte soll sich – wie McAfees andere Nachbarn – über die bellenden Hunde von John McAfee beschwert haben. Faull soll sich sogar förmlich beim Bürgermeister der Stadt über sie beschwert haben. McAfee gibt zu, dass die Hunde am Freitag vergiftet worden seien. Allerdings gibt er den Behörden die Schuld. Er glaubt, dass man ihn mit der Vergiftung seiner Hunde aus dem Land jagen will. Er behauptet, dass die Küstenwache Gangster in schwarzen Anzügen am Strand vor seinem Anwesen abgesetzt habe und er später die Hunde vergiftet aufgefunden habe. Mellow, Lucky, Dipsy und Guerrero seien bereits an den Vergiftungen gestorben.

Wie die Wired berichtet, habe John McAfee nach den Beschwerden der Nachbarn mit Shotguns bewaffnete Wachen engagiert. Das habe den Nachbarn zusätzlich Angst eingejagt. Trotzdem glaube McAfee nicht, dass die Nachbarn die Hunde vergiftet haben. Er hält sie für Hunde-Freunde und habe mit ihnen über den Vorfall gesprochen. Der ermordete Nachbar hat selbst bereits einmal mit der Polizei zu tun gehabt, heißt es weiter. 2009 soll er in den USA verhaftet worden sein.

Die Behörden streiten ab, seine Hunde vergiftet zu haben. Man habe nichts persönlich gegen John McAfee. Gegenüber Wired gibt McAfee zu, zwei 9-Millimeter-Pistolen zu besitzen. Diese seien aber im April von der Polizei beschlagnahmt worden. (rw/pcw)

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