Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.02.2004 - 

Finanz- und Rechnungswesen bleibt im Haus

McDonald's stoppt Offshore-Vorhaben mit IBM

MÜNCHEN (CW) - IBMs Ambitionen als Anbieter von Business Process Outsourcing (BPO) haben einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Die Fast-Food-Kette McDonald''s beendete Verhandlungen mit Big Blue über die Auslagerung des Finanz- und Rechnungswesens.

Auf der Ende Januar in New Orleans veranstalteten Konferenz "Offshoring and Outsourcing Non-Core Finance and Accounting Processes" nannte Jerry Calabrese, Leiter der Shared Services Unit bei McDonald''s, Gründe für die abschlägige Entscheidung: "IBM wollte 70 Prozent der Finanz- und Rechnungsbearbeitung in Offshore-Länder auslagern, doch das war uns zu riskant. IBM betritt mit diesen Diensten Neuland und verfügt noch nicht über gesicherte Erfahrungen", zitiert der Brancheninformationsdienst "Computerwire" den McDonald''s-Manager Nun sollen die Dienste weiterhin im eigenen Haus erbracht werden, denn ein Outsourcing ohne Offshore-Komponente verspreche keine Einsparungen gegenüber der derzeitigen Lösung.

BPO ist für Big Blue neu

Die Marktforscher von Everest Group bestätigten die Einschätzung Calabreses. Von 86 Großprojekten zur Auslagerung der Finanz- und Rechnungsabteilung, die die Analysten in den letzten sieben Jahren beobachteten, gewann IBM lediglich sechs. Im Gegensatz dazu beherrscht IBM den IT-Outsourcing-Markt klar und konnte sich allein im letzten Jahr mehr als jeden fünften Großauftrag sichern. Auch in der laufenden IT-Outsourcing-Ausschreibung bei McDonald''s drang IBM Global Services in die Runde der letzten Anbieter vor.

McDonald''s-Manager Calabrese räumte auch Fehler seines Hauses ein. Man habe IBM mit einem Benchmark der eigenen Prozesse und Kosten beauftragt, etwa um die Kosteneinsparungen eines Fremdbetriebs zu errechnen. "Von Beginn an hatten wir den Verdacht, dass IBM sämtliche Zahlen nur sammelte, um für die folgende Ausschreibung gewappnet zu sein", sagte Calabrese. (jha)