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23.12.1998 - 

Angeblicher Verkauf des MCI Systemhouse an die Texaner

MCI Worldcom und EDS fassen großes Joint-venture ins Auge

MÜNCHEN (IDG/CW) - Kommt es zu einer weitreichenden Kooperation zwischen MCI Worldcom und EDS? Spekulationen darüber kursierten vergangene Woche in der internationalen Wirtschaftspresse. Der US-Carrier liebäugelt demnach damit, sein im "MCI Systemhouse" zusammengefaßtes IT-Dienstleistungsgeschäft an EDS zu verkaufen. Im Gegenzug könnte es zur Gründung eines Joint-ventures kommen, das weltweit TK- und Outsourcing-Dienste anbietet.

Ausschlaggebend für die Zeitungsberichte dürfte die aktuelle Situation beider Unternehmen gewesen sein, die einen entsprechenden Deal durchaus sinnvoll erscheinen läßt. Während EDS seit geraumer Zeit mit Umsatz- und Gewinneinbußen zu kämpfen hat, stehen bei MCI Worldcom nach der Fusion beider Telefongesellschaften alle Zeichen auf Wachstum. MCI-Worldcom-Chef Bernard Ebbers hat seinen Aktionären eine jährliche Steigerung der Einnahmen um mindestens 20 Prozent versprochen - entsprechende Gewinne inklusive.

Aus diesem Grund dürfte das frühere MCI Systemhouse, das in Kanada zu den führenden PC-Wiederverkäufern und Systemintegratoren zählt, zur Disposition stehen. Dies um so mehr, weil die Umsätze besagter Business Unit zuletzt stagnierten. Überdies will man sich, so firmennahe Quellen, bei MCI Worldcom ausschließlich auf den Ausbau der weltweit führenden Position in der IP-Datenkommunikation konzentrieren. Bereits seit Wochen gebe es Gespräche mit potentiellen Interessenten; als Favorit gilt EDS.

Die Texaner haben, wie Insider wissen wollen, vor allem deshalb ein Auge auf die Service-Einheit (rund 8500 Mitarbeiter; Umsatz 1,7 Milliarden Dollar) von MCI Worldcom geworfen, um letztendlich mit dem neuen Mega-Carrier noch größer ins Geschäft zu kommen. Absicht von EDS sei es, mit der Bernard-Ebbers-Company einen großen Outsourcing-Pakt ê la IBM/AT&T abzuschließen. Ein solcher Plan, maßgeblich vom neu berufenen EDS-CEO und früheren Cable & Wireless-Manager Dick Brown initiiert, sieht demnach vor, künftig das gesamte EDS-interne Daten- und Sprachnetz von MCI Worldcom betreuen zu lassen. Gleichzeitig soll großen, international tätigen EDS-Kunden bei Bedarf das Serviceportfolio des Carriers angeboten werden. Der IT-Dienstleister erklärt sich im Gegenzug bereit, für MCI Worldcom das komplette System-Management in puncto Kundenverwaltung und Abrechnung zu übernehmen - ein Bereich, in dem die Telefongesellschaft derzeit fusionsbedingt große Schwierigkeiten hat. In einem nächsten Schritt könnte dann, so die angeblichen EDS-Planspiele, ein Joint-venture großen Stils etabliert werden - eine Gesellschaft, die den Top-500-Unternehmen der Welt "One-stop-Shopping"-Services von der Sprach- und Datenkommunikation bis hin zu Systemintegration und Outsourcing anbieten kann.