Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.09.1985 - 

Firmengesundung wird letzt vehement erörtert:

MDS sucht Käufer für Europa-Tochter

PARSIPPANY (CW) - Die Mohawk Data Sciences Corp. (MDS) will jetzt Gespräche über konkrete Schritte zur Gesundung des Unternehmens führen, die den bisherigen Spekulationen um die Zukunft von MDS ein Ende setzen sollen.

Wie der Präsident des Unternehmens, Matthew E. Tutino, sagte, wäre es der "Idealfall, wenn die Firma wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden könne, und zwar mit allen Mitteln, die jetzt noch zur Verfügung stehen". Falls es mit einem Verkauf von Aktienanteilen nicht klappe, dann werde man laut Tutinos Worten als Gruppe weitermachen und sich reorganisieren. Man sei ferner dabei, erste formelle Gespräche über den Verkauf der europäischen Tochter zu führen. Allerdings machte Tutino keine Angaben zu potentiellen Käufern oder zum Preis einer solchen Transaktion.

Für das Ende April 1985 zuende gegangene Geschäftsjahr spricht der Mohawk-Geschäftsbericht eine deutliche Sprache: Neben gesunkenen Gewinn- und Umsatzzahlen prognostizierte das Unternehmen auch weiterhin einen negativen Cashflow "bis mindestens zum Ende des nächsten Fiskaljahres", so das Wall Street Journal.

Noch Anfang dieses Jahres sprach man bei MDS von Auflösung des Unternehmens, zu einem Zeitpunkt, als Spekulant Asher B. Edelman rund acht Prozent der Aktien von Mohawk erwarb. Doch aufgrund der einsetzenden Stagnation im Markt waren die Vereinbarungen, einen Teilbereich der Unternehmensdivisionen zu veräußern, hinfällig, und Edelman verzichtete auf dieses potentielle Geschäft. Der zuletzt bekanntgewordene Vorschlag des New Yorker Spekulanten lautete auf einen Aufkauf des Unternehmens bei einem Preis von rund 100 Millionen Dollar.

Mit dem Ende des letzten Geschäftsjahres wies die Bilanz von Mohawk einen Verlust von 181,2 Millionen Dollar aus, im Vergleich zu einem Verlust von 53 Millionen im Jahr zuvor. Parallel dazu fielen die Umsatzzahlen von 402,5 Millionen auf 362,9 Millionen Dollar.