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13.01.1978 - 

Abgrenzung nach organisatorischen Anforderungen ergiebiger:

MDT-Begriff hat an Aktualität verloren:

MÜNCHEN (de) - Durch anhaltenden Preisverfall bei der Hardware ist Online-Verarbeitung auch für kleinere und mittlere EDV-Anwender erschwinglich geworden. Bleibt zu fragen, ob unter diesen Umständen der Begriff "Mittlere Datentechnik" (kurz MDT) noch zeitgemäß ist? Die Berechtigung dieser Frage zieht selbst ein langjähriger MDT-Anbieter wie Philips Data Systems nicht in Zweifel. Kommentiert Philips-Pressesprecher Hartmut von Voigt: "Hat es schon in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten bei der exakten Definition von MDT gegeben, so sind heutzutage vollends die Grenzen zwischen sogenannter MDT einerseits und mittlerer und größerer EDV andererseits fließend." Darüber hinaus argumentiert Philips:

Dezentrale Datenverarbeitung, Computerleistung am Arbeitsplatz, Verbundsysteme mit autonomen, intelligenten Terminals - zu diesem Fortschritt in der EDV wäre es nicht gekommen, hätte es nicht die MDT, die Mittlere Datentechnik gegeben. Eine ,Entwicklung, die Mitte des vorigen Jahrzehnts in Deutschland zunächst fast unbemerkt begonnen hatte, dann unter dem Begriff "Mittlere Datentechnik" populär und immer attraktiver wurde, hat in den letzten. Jahren einer flexiblen und leistungsfähigen EDV-Konzeption zum Durchbruch verholfen, bei der sich das Computer-System ausschließlich nach den organisatorischen Anforderungen richtet. Mit anderen Worten: Die MDT hat zur Ablösung des unerbittlichen Diktats ausschließlich zentralistischer Groß-EDV geführt. So gesehen ist MDT aktueller als je zuvor, was nicht zuletzt durch die Einführung dieser EDV-Kategorie auch durch klassische Groß-EDV-Anbieter belegt wird.

Die Bezeichnung und der Begriff Mittlere Datentechnik ist nach Meinung von Philips Data Systems der heutigen Leistungsfähigkeit der so bezeichneten Produkte und Systeme jedoch nicht mehr angemessen. Es ließe sich allenfalls der Begriff MDT auf Einplatzsysteme zur direkten Datenverarbeitung beschränken, was jedoch letztlich ohne praktischen Vorteil ist. Auf jeden Fall unzweckmäßig ist die Bezeichnung MDT - wie es weitgehend noch Brauch ist - für kleine Plattensysteme, die zum Batch-Betrieb, für Mehrplatz-Dialogbetrieb oder gemischten Betrieb eingesetzt werden. Eine Abgrenzung verschiedener Computer-Kategorien nach Preisgrößenordnungen - entsprechende definitorische Versuche wurden in den letzten Jahren mehrfach angestellt - ist wegen des ständigen Hardware-Preisverfalls beziehungsweise der ständigen Steigerung des Preis-/Leistungsverhältnisses nicht ergiebig. Philips mißt dem Begriff MDT also nur noch historische Bedeutung bei und zieht eine Unterscheidung heutiger Computer-Systeme lediglich nach Größenordnungen und Einsatz gebieten vor. Als Anbieter von Mini-Computer sind wir ferner der

Meinung, daß ebenso wie MDT auch der Begriff Mini-Computer heute nicht mehr für Abgrenzungen von anderen Computer-Kategorien geeignet ist. Selbstverständlich wird damit ebensowenig wie bei der Bezeichnung MDT die Bedeutung der Mini-Computer-Entwicklung der letzten Jahre und deren heutige Ergebnisse geschmälert.