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09.01.1976 - 

CTM-Füllung ersetzt Kienzle-Plombe

MDT-Computer im Dental-Labor

DÜSSELDORF - Arnulf Oyen, Inhaber eines Düsseldorfer Dentallabors mit 25 Mitarbeitern, hat in MDT-Angelegenheiten Haare auf den Zähnen: Im August dieses Jahres vertauschte er eine geleaste Kienzle 6000 (16 K/ Magnetkonten) vor Ablauf des Vertrages CTM-70 (16 K, Mosaikdrucker 140 Z/s, vier Kassettenlaufwerke). Den monatlichen Aufwand an Leasinggebühren senkte Oyen damit von knapp 3000 Mark auf rund 2000 Mark und handelte sich noch eine Menge weiterer Vorteile ein.

Arnulf Oyen, seit Jahren mit dem MDT-Einsatz in Dentallabors und mit entsprechender Branchensoftware beschäftigt: "Die Organisation mit Bandkassetten ist wesentlich eleganter, mit Magnetkonten war das nicht mehr zu bewältigen. Außerdem konnte mir Kienzle keine Software für die Materialbewirtschaftung bieten. Auf der CTM 70 kann ich das schon in Kürze machen."

Artikeldatei mit 750 Positionen

Dentallabors sind der Struktur nach Handwerksbetriebe. Sie beliefern Zahnärzte und Kliniken mit Zahnersatz und anderen "Beißhilfen". Die sogenannte BEB (Bundeseinheitliche Benennungsliste) für diese Spezialartikel umfaßt rund 750 Positionen. Bei der Fakturierung - dem wichtigsten Teil des "Dental-Pakets" - wird die BEB mit zugeordneten Preisen als Kassetten-Datei geführt, ebenso wie die Kundendatei. Fakturiert wird mit rechnungsgleichem Liefernachweis pro Lieferung und abschließender Monatsrechnung, wiederum vom Kassettenspeicher aus Teilrechnungen kumuliert.

Gold nach Tagespreisen

Das mit Hilfe von Arnulf Oyen von der Herbert Dahms Software KG in Köln erstellte Programm (daneben laufen Dahms-Standards für FiBu und Lohn-/Gehaltsabrechnung) hat eine listige Besonderheit. Da im Dentallabor jährlich rund 20 Kilogramm Gold verarbeitet werden, müssen die wechselnden Marktpreise berücksichtigt werden: manchmal sind dreimal wöchentlich neue Goldpreise einzugeben. Oft liefern die Zahnärzte das in Billigzeiten gehortete Gold auch selbst: das Fakturierprogramm berücksichtigt diesen Vorgang über die Kundennummer und "verwaltet" das Golddepot??? jeweiligen Arztes. Der Goldverbrauch wird pro Lieferung dann lediglich abgerechnet, in der Monatsrechnung jedoch nicht fakturiert.

Zwölf Labors mit gleicher Anwendung

Arnulf Oyen, der bereits vor drei Jahren auch der Düsseldorfer Matthiessen-Kienzle Vertriebs KG fachliche Hilfestellung bei der Programmierung der Kienzle 6000 geleistet hatte, vermittelte dem Büromaschinenfachhändler Herbert Dahms durch seine Software-Tips ein gutes Geschäft: in den letzten Monaten wurde rund ein Dutzend CTM-Anlagen (Computer Technik Müller, früher Konstanz, heute bei Diehl, Nürnberg) in Dentallabors installiert. Arnulf Oyen: "Die Branche hat erkannt, daß es ohne betriebswirtschaftliches Denken und entsprechende Techniken nicht mehr geht."

Im Lager Geld sparen

In den nächsten Wochen will Oyen den "Rationalisierungsbohrer" im Materiallager ansetzen. "Ich war perplex, als ich feststellte, daß der Lagerwert nicht, wie vermutet, bei 60000 Mark liegt, sondern bei rund 300000 Mark", erklärte Zahntechniker Oyen. Mit der Lagerbewirtschaftung über den MDT-Computer (Oyen: "Dafür habe ich das vierte Kassettenlaufwerk") sollen die Kapitalbindung verringert, die zeitliche und mengenmäßige Disposition im Einkauf verbessert werden. Oyen: "Ich hoffe natürlich sehr auf die psychologische Wirkung der besseren Mitarbeiterkontrolle. Wenn der Computer mit aufpaßt, wird weniger Material verschludert."

In der täglichen Produktion von Goldzähnen und Gebissen funktioniert das schon lange: über die Auftragsnummer ist - bei Reklamationen sofort feststellbar, welcher Mitarbeiter die Beißfehler verschuldet hat.