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10.10.1975 - 

Zusatznutzen kann Hauptsache werden

MDT für die Datenerfassung

MÜNCHEN - Die Grenzen zwischen Datenerfassungsgeräten und Datenverarbeitungsanlagen sind verwischt. Tatsächlich beweist die mittlere Datentechnik seit nunmehr zehn Jahren, daß beide Bereich miteinander verknüpfbar sind, - sozusagen zwei Seiten einer Medaille.

Zweistufige Datenverarbeitung

In den Kinderjahren der MDT entstanden die Begriffe "Direkte Datenverarbeitung" und in Abhängigkeit davon "Sekundäre Datenverarbeitung". Das zielte auf die Rolle, die der MDT zugedacht war: Datenerfassung und erste Verarbeitung "vor Ort", aus der Verarbeitung "sekundär" Ausgabe von maschinenlesbaren Datenträgern (Loch-Karte, Lochstreifen) für die nachgeordnete Auswertung auf "Großrechnern".

Entstanden war die Philosophie aus der Ära der elektromechanischen Buchungs- und Fakturiermaschinen, die bereits Datenträger ausgeben konnten. Aus der Befürchtung heraus, die Kunden wanderten vollends ins Service-Rechenzentrum ab, entstand so eine Idee, die sich als richtig erwies.

Datenträger Magnetkonto

Neu war dann - und funktionieren tutÆs immer noch - das Magnetkonto, der "visuelle und maschinenlesbare Datenträger". In der Tat kann man das Magnetkonto so begreifen, kann Daten auf Magnetkonten für die Verarbeitung erfassen, die Summe der Konten gar als "beliebig erweiterbaren Datenspeicher" beschreiben. Was auch geschah. Nur eigneten sich die Konten oben nicht zur Weiterverarbeitung im RZ. Dazu dienten Lochkarte und Lochstreifen der so "aufgebohrten Buchungsmaschinen".

Dann kam die Magnetband-Kassettenstation. Sie wurde alsbald zum Datenträger der MDT, aber auch zu dem Datenträger für DE-Systeme aus dem MDT-Stall. Konvertierbarkeit im RZ, Abruf der Kassetteninhalte durch das RZ vom MDT-Erfassungsterminal waren die Gründe für den Kassetten-Boom

Von der Floppy bedrängt

Sie war noch nicht richtig etabliert, da drängte die Floppy nach. IBM praktizierte das vor: mit dem Diskettensystem 3741 wurde erstmals ein Datenerfassungsgerät vorgestellt, das die Floppy zum neuen Universal-Datenträger im Bereich der Datenerfassung und -verarbeitung erhob. Die MDT-Leute zogen nach. Nicht so sehr wegen der Datenerfassung. Vielmehr als Alternative zur "echten", aber teuren und softwaremäßig schwerer beherrschbaren Magnetplatte. Das Grundprinzip der MDT, Datenerfassung bei Eingabe über Tastaturen mit unmittelbarer Verarbeitung, blieb.

Das MDT-Terminal am Arbeitsplatz bekommt erst recht die Doppelfunktion, die die mittlere Datentechnik in der Pionierphase vor Augen hatte: Datenerfassung und Verarbeitung zu integrieren. Aber der Inhalt hat sich geändert. Aus der Sicht des Terminalbenutzers treibt er daran Datenverarbeitung mit dem Zusatznutzen der Erfassung für die Zentrale. Vom RZ aus gesehen handelt es sich um Datenerfassungsplätze mit Zusatznutzen: Vorverarbeitung für den unmittelbaren Anwender. os