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02.05.1975 - 

Hannover Messe '75 zeigte...

MDT im Wandel

HANNOVER - Mit dem Kürzel MDT verbinden sich heute gewandelte Vorstellungen: da ist immer weniger von Mittlerer Datentechnik die Rede als vielmehr von der Dezentralisation der Datenverarbeitung.

MDT wird heute als eine Möglichkeit der Datenverarbeitung gesehen, die nicht auf eine bestimmte Anlage fixiert ist. Das wurde ganz besonders auf der Hannover Messe deutlich: obwohl im Laufe des letzten Jahres einige Hersteller firmen praktisch vom Markt verschwunden sind (zum Beispiel Wagner) ist die Angebotspalette noch breiter geworden. Das Instrument MDT stellt sich seinem Benutzer, wie es Triumph/Adler-Pressesprecher H.-Günther Zink formuliert, als ein Problemlösungs-System dar, dessen äußeres Hardware-Erscheinungsbild und Software-Interieur von der Aufgabenstellung abhängt: Sei es Datenerfassungsplatz oder Sammelsystem, sei es Stand-alone-Maschine oder in ein Verbundnetz integrierter Rechner.

Die Mittlere Datentechnik dringt unbeirrt in neue Anwendungsbereiche vor und schickt sie an, organisatorischer Partner größerer Computer zu werden.

Hardware-Entwicklung in der Mittleren Datentechnik heißt in der Gegenwart nach wie vor Perfektionierung der Peripherie um den MDT-Rechner herum, heißt Anschluß und Nutzbarmachung externer Speicherkapazitäten, bedeutet Anpassung der Konfigurationen an neue Aufgaben wie zum Beispiel die Datenfernverarbeitung. Wenn auch einige Hersteller (unter anderem Kienzle und Nixdorf) auf das Magnetkonto nicht verzichten wollen und Anlagen vorstellen, bei denen Magnetkonto und Floppy-Disk kombiniert sind: die Floppy-Disk hat sich durchgesetzt. Dazu ein Verkäufer eines kleinen MDT-Herstellers: "Das Magnetkonto ist auf dem absteigenden Ast."

Für Lothar Feiler, den Technischen Leiter der Firma Feiler Electronic in Berlin, ist es konsequent, auf das Konto wegen der Nachteile des Handlings zu verzichten: "Wir betrachten die "Plastikscheibe" als kleine Platte, die gegenüber dem Magnetkonto besonders bei Listungen schneller ist."

Fred E. Reidy von Schrem Digital ist der Meinung, daß die Floppy-Disk langfristig nur für die Datenerfassung und -vorverarbeitung eingesetzt wird, weil die Speicherkapazität nun mal begrenzt ist.

DFÜ-Eignung

Große EDV-Anwender mit regionalen Niederlassungen erkennen in zunehmendem Maße die Vorteile von Computern der mittleren Datentechnik, deren Intelligenz dazu genutzt werden kann, mehr als bloße Datenerfassung zu betreiben. Die Computerleistung an den Arbeitsplatz zu bringen, sie am Entstehungsort der Daten zu installieren - diese Dezentralisierungs-Philosophie hat ihren Wegbereiter auch in der DFÜ-Tauglichkeit vieler MDT-Systeme.

So ist für den routinierten Messebesucher Hugo Schwenk, EDV-Leiter der PWA Papierwerke Waldhof Aschaffenburg in Raubling, das System /32 der IBM auch nur unter diesem Gesichtspunkt interessant: "In unserem weitverzweigten Unternehmen sind auch Klein-Computer-Anlagen der Firma Nixdorf eingesetzt, denen durch das System /32 eine nicht zu verachtende Konkurrenz erwachsen wird.