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Wolfsburger Stadtwerke AG:

MDT liefert Lochkarten fürs RZ

10.12.1976

WOLFSBURG - Die gute alte Lochkarte ist bei den Stadtwerken Wolfsburg AG das Bindeglied zwischen der MDT-Anlage im Einkauf und dem betrieblichen Rechenzentrum. "Mit unserer alten Buchungsmaschine im Einkauf ging es nicht mehr weiter. Weil das Rechenzentrum aus Kapazitätsmangel unser Problem nicht lösen konnte, haben wir eine Kienzle 6100 für die Abteilung gemietet", berichtet H. Sommariva.

Mit Bestellwerten immer Ó jour

Auf der MDT-Plattenanlage sind die Informationen über rund 7000 Materialien im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Mark gespeichert. Sie wird für die Mengen- und Wertfortschreibung eingesetzt, gibt Bestellhinweise bei Erreichen des Mindestbestandes und gestattet auch die Verbuchung von Reservierungen - beispielsweise von Material für ein in zwei Monaten beginnendes Bauvorhaben.

Wolfsburger Spezial-Lösung: Die Wertfortschreibung erfolgt anhand der Bestellwerte bei Wareneingang - dadurch sind die Werte immer Ó jour. Die bisherige einjährige Erfahrung hat gezeigt, daß die Differenzen zum Rechnungsbetrag sich auf Rundungsfehler beschränken. An die MDT-Anlage ist ein Kartenstanzer angeschlossen. Er gibt die Lochkarten aus, die im Rechenzentrum benötigt werden, um auf der Siemens 4004 Auftragsabrechnung und die Verteilung auf Kostenstellen durchzuführen.

Die Stadtwerke sehen in der Fachabteilungsanlage nur eine Interimslösung - "aber es gab keine Alternative". Einer umfassenden und zugleich rationellen DV-Lösung stehen nämlich bisher noch allerlei organisatorische und politische Schwierigkeiten im Wege: Seit sechs Jahren kooperieren rund 20 kommunale Unternehmen im Südosten Niedersachsens - zwischen Duderstadt und Uelzen - in einer Arbeitsgemeinschaft. Sie kaufen beispielsweise gemeinsam ein, helfen sich gegenseitig mit Material aus und haben für Massenprodukte wie Kabel und Zähler auch ein gemeinsames Materialhandbuch entwickelt - das bisher allerdings nicht auf EDV übernommen werden konnte.

Fachrechenzentrum ist das Fernziel

Im Rechenzentrum der Stadtwerke Wolfsburg lassen unter anderem die Stadtwerke Uelzen und die kommunale Datenzentrale für Südost-Niedersachsen rechnen. Zusammen mit den Stadtwerken Braunschweig entwickelten die Wolfsburger ein neues bildschirmorientiertes Jahresverbrauchsrechnungssystem. Weiterer DV-Kooperation sind bisher Grenzen gesetzt: Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft besitzen zum Teil eigene Anlagen, manche nutzen ein System zusammen mit anderen Kommunen, wieder andere müssen - manchmal zu ihrem Leidwesen - kommunale Gebietsrechenzentren in Anspruch nehmen. Das Ziel, das die Mitglieder weiter im Auge behalten: Gründung eines zentralen Fachrechenzentrums für die kommunalen Unternehmen im Südosten von

Niedersachsen. -py