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26.05.1978

MDT und Service-RZ: Zusammenarbeit statt Konfrontation

MDT-HersteIler und Service-Rechenzentren vertragen sich wie "Hund und Katze". Dabei ist es gerade der (verständliche) Wunsch der Dienstleister, der Anwender solle sich mit der "Dressur" dieser "gemischten Raubtiergruppe" plagen. So plädiert auch Heinrich Greife* für eine Zusammenarbeit von MTD und Service-RZ:

Service-Rechnenzentren generell als Konkurrenz der MDT anzusehen und umgekehrt, ist sicher nicht ganz richtig, auch wenn es hin und wieder zur Konfrontation kommt. Hingegen erscheint es sinnvoller, von einer Zusammenarbeit zwischen MDT-Anwendern und Service-Rechenzentren zu sprechen, denn es ergeben sich oft Probleme, die gemeinsam besser zu lösen sind. Ein Beispiel: Der Anwender einer MDT-Anlage erstellt für rund 9000 Kunden monatlich so an die 1500 Rechnungen. Dieses und auch eine Artikelstatistik klappt noch ganz gut. Aber für weitere Arbeiten, wie etwa eine Debitoren-Buchhaltung mit umfangreichen Auswertungen, reicht die Kapazität der Anlage nicht. Was ist zu tun? Aufstocken geht nicht, eine 2. Anlage schon gar nicht. Also Anfrage im Rechenzentrum, mit dem schon auf anderen Gebieten zusammengearbeitet wird. Jawohl, das RZ hat ein Standard-Programm Debitoren-Buchhaltung. Es werden einige Gespräche geführt, die Programmteile "anprobiert" und einige Sonderwünsche geäußert, die mit Programmänderungen oder Erweiterungen vom RZ erfüllt werden können.

Jetzt kommt allerdings der tiefe Graben zwischen MDT und Großrechnern: Die sehr oft nicht vorhandene Kompatibilität der Datenträger und des Datencodes. Versuchen Sie einmal eine Kassette des Herstellers X in EBCDI-Code umzusetzen oder umgekehrt. Wie schön wäre es, wie in unserem Beispiel, bei der Fakturierung die zwangsläufig anfallenden Rechnungssummendaten auf Kassetten oder Disketten auszugeben und damit, natürlich nach Umsetzung Kassette/Diskette-Band, den "Soll"- Bereich der Debitoren-Buchhaltung zu erstellen. Ist der Verdacht berechtigt, daß sich viele MDT-Hersteller bewußt gegen die Kompatibilität abgrenzen?

Es gibt einen weiteren Weg der guten Zusammenarbeit zwischen MDT und Service-RZ, nämlich den Softwarebereich. Auch da kann das Rechenzentrum seine Dienste nutzbringend für alle Partner anbieten, denn es verfügt oft über eine Gruppe von qualifizierten Anwendungsprogrammierern, die aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit "mit allen Wassern gewaschen" sind, im Gegensatz zu den meisten MDT- Anwendern, die wohl kaum eigene Programmierer mit ausreichender Praxis beschäftigen können. Und da liegt doch der Schwerpunkt, wenn man die Qualifikation eines Programmierers unter die Lupe nimmt. Sicher gibt es eine Menge Probleme, die mit Standard-Software der Hersteller nicht abzudecken sind.

*Mitinhaber der Bogush und Greife Rechnenzentrum GmbH KG, Hannover.

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