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13.03.1992 - 

Siemens AG:

Medizinische Röntgenbilder gehen via Seekabel in die USA

Das Strategiekonzept "Vision O.N.E." stellt Siemens, München, vor. Das Kürzel steht für "Optimierte Netz-Evolution" und soll den Weg von den heutigen Kommunikationsnetzen zu einem Breitbandnetz der Zukunft vorzeichnen.

Im Mittelpunkt der Messevorführungen steht das System "Sincronet", ein Hochgeschwindigkeitsnetz. Senderaten von 34 bis 140 Mbit erlauben beispielsweise die Übertragung von Röntgenbildern aus medizinischen Datenbanken via Seekabel aus den USA.

Für den firmeninternen Datenaustausch zeigt der Hersteller mit "EWSP Compact" ein Netzwerk, über dessen Verbindungsknoten 112 Leitungen laufen. Pro Sekunde lassen sich so bis zu 1000 Datenpakete verarbeiten.

Für spezifische Anwendungen in öffentlichen Datennetzen steht "Closed User Network" (CUN), das neben der Datenübertragung von bis zu zwei Mbit/s auch eine Sprach- und Faxübertragung mit acht beziehungsweise 16 Kbit/s erlaubt.

Eine neue Komponente für Datennetze präsentiert der Anbieter mit der Multiplexer-Familie 36XX, die durch eine spezielle Netzwerkverwaltung für den Einsatz in europäischen Festnetzen konzipiert ist. In einer Computeranimation demonstriert Siemens die Leistungsfähigkeit von Lichtwellenleitern. Vorgeführt werden Pilotprojekte im Auftrag der Deutschen Bundespost Telekom. Mobilfunksysteme sind ein weiterer Themenschwerpunkt: Das Unternehmen stellt eine "D900-Basisstation" aus und ein Tool für die Planung eines Mobilfunknetzes. Der Besucher hat dabei Gelegenheit, mit dem Mobiltelefon "PI" über die digitalen Netze D1 und D2 zu telefonieren.

Übertragungsnetze hoher Bandbreite demonstriert Siemens am Beispiel des Netzknotens "NK2000". Hauptelemente dieses Systems, das digitale Signale mit Übertragungsraten zwischen 64 und 155 Kbit/s verwalten kann, sind sogenannte "Cross Connectoren" (CC) und Einrichtungen für ein sogenanntes "Cross Connect-Multiplexing" (CCM). Eine Anwendung des Netzknotens und eine automatische Ersatzschaltung wird am Beispiel einer Bildübertragung mit 140 Mbit/s demonstriert. Als Grundlage für den Einsatz dieser Systeme nennt Siemens eine "Synchrone Digitale Hierarchie" (SDH). Sie soll den Übergang von heutigen Schmalbandnetzen zu künftigen synchronen Netzen zur Breitbandübertragung ermöglichen.

Bildfernsprechen und Videokommunikation sind Möglichkeiten, die das Unternehmen mit dem System "Fiber to the home" (FTTH) präsentiert: Lichtwellenleiter sollen bis zum Teilnehmer verlegt werden, wie es im Rahmen eines Pilotprojekts in Leipzig bereits erprobt wird.

Informationen: Siemens AG, Zentralstelle Information, Postfach 10 12 12, 8000 München 1.

Telefon 0 89/23 40, Teletex 89 87 02 86, Fax 0 89/234 28 24 Halle 17, Stand G13/F14