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05.11.1999 - 

Hohe Steigerungsrate in den letzten fünf Jahren

Mehr als zwei Millionen Telearbeiter: Deutschland holt langsam auf

BONN (CW) - In keinem anderen Land Europas ist die Zahl der Telearbeiter in den letzten fünf Jahren so stark gestiegen wie in Deutschland: Über zwei Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig oder gelegentlich als Telearbeiter. Diese Zahl liegt jedoch prozentual nur im europäischen Durchschnitt.

Nach einer Untersuchung des Forschungs- und Beratungsunternehmens Empirica GmbH, Bonn, gab es 1994 in Deutschland erst wenige Tausend Telearbeiter. Diese Zahl hat sich innerhalb von fünf Jahren auf über 2,1 Millionen erhöht, was einer jährlichen Steigerung von 34 Prozent entspricht. Damit sind sechs Prozent der Erwerbstätigen bereits Telearbeiter. Insgesamt gibt es in Europa schon neun Millionen Telearbeiter.

"Trotz des starken Wachstums liegt Deutschland im europäischen Kontext bei den Verbreitungszahlen allenfalls im Durchschnitt", weiß Norbert Kordey, verantwortlicher Berater des Telearbeit-Projekts, für das über 4000 Entscheidungsträger befragt wurden. Länder wie Finnland und Schweden weisen prozentual fast dreimal so viele Telearbeiter auf. Spitzenreiter in Europa sind die skandinavischen Länder und die Niederlande. Zum Mittelfeld gehören Großbritannien und Deutschland. Irland, Italien, vor allem aber Spanien und auch Frankreich hinken der Entwicklung hinterher.

Anders als im "normalen" Erwerbsleben sind in Europa etwa 80 Prozent der Telearbeiter männlich und nur 20 Prozent weiblich. Damit wird die weit verbreitete Meinung widerlegt, daß es sich bei der Telearbeit vorwiegend um eine weibliche Domäne handle.

Die Teleworker sind meist hoch qualifiziert und nehmen überwiegend Führungsverantwortung wahr. Diese flexible Arbeitsform praktizieren hauptsächlich große Unternehmen. So bieten etwa zwei Drittel aller Betriebe in Europa mit mehr als 500 Beschäftigten Telearbeitsplätze an. Bei kleineren Betrieben liegt dieser Wert deutlich niedriger.

Deutschland scheint nach Einschätzung von Empirica seine Hausaufgaben mittlerweile gemacht zu haben. Mitgeholfen haben hierbei möglicherweise die Förderprogramme der Bundesregierung und einzelner Landesregierungen.