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05.06.1981 - 

Rund 900 Teilnehmer auf der neunten internationalen Benutzerkonferenz der Software AG:

Mehr Datenkommunikation und Programmierkomfort

Der Erfolg der vergangenen zehn Jahre war nur der Start, jetzt geht das Rennen erst richtig los. Dies war der Tenor, mit dem John Norris Maguire, Präsident der Software AG of North America, die neunte internationale Benutzerkonferenz in Innisbrook, Florida, eröffnete, die diesmal unter dem Motto "The Olympies of Education" stand.

Und so erfuhren dann auch die fast 900 "Olympioniken" aus 18 Ländern, die maßgeblich zum Blitzstart der ersten Dekade beigetragen haben und die die Marktpräsenz der Software AG eindrucksvoll demonstrierten, was das Etappenziel der nächsten Dekade ist und was die Software AG zum Erreichen dieses Ziels ins Rennen zu werfen hat.

Man strebt an, mit einer breiten Palette von Standardsoftware-Produkten, mit deren Hilfe Datenkommunikation über verteilte Datenbanken in logischen Netzwerken betrieben werden kann, die Nummer eins unter den System-Software-Häusern zu werden.

Channel-to-Channel

Wie ernst es dem Unternehmen mit diesem Ziel ist, unterstrichen Peter Schnell, Vorstandsvorsitzender, und Peter Page, Vorstandsmitglied der Software AG, Darmstadt, mit der Ankündigung einer ganzen Serie neuer Produkte.

Peter Schnell begann mit der Vorstellung der in Deutschland bereits bekannten Datenbankmaschine ADBM 41 und der "channel-to-channel"-Kommunikationssoftware. Diese Kommunikationssoftware - erstmals bei der Datenbankmaschine verwendet - wurde so erweitert, daß eine Kommunikation mehrerer Rechner untereinander für den Benutzer völlig transparent betrieben werden kann.

So kann beispielsweise ein Anwender ein "Natural"-Programm auf einem Bildschirm schreiben, der an eine Maschine "A" angeschlossen ist, obwohl das Natural-System auf Maschine "B" installiert ist. Das "Adabas"System, in dessen Systemdatei das Natural-Programm gespeichert wird, kann dabei auf einer Maschine "C" installiert sein.

Dann überraschte Page die Konferenzteilnehmer mit der Ankündigung der Programmiermaschine PGM 41. Die Programmiermaschine PGM 41 besteht aus einer IBM-kompatiblen CPU mit der Leistungsfähigkeit einer IBM 4341 und aus einem Paket von Software-Tools, die auf den bereits etablierten Produkten "Com-plete" und Natural basieren.

Die PGM 41 entlastet den Anwendungsrechner von allen Entwicklungsarbeiten neuer sowie vom Pflegeaufwand vorhandener Programme. In allen gängigen Programmiersprachen können auf der Programmiermaschine Programme interaktiv erstellt, editiert, getestet und verwaltet werden. Die Bildschirme können dabei entweder an der Programmiermaschine und/oder am Anwendungsrechner hängen .

Ein Durchgriff der Terminals an der Programmiermaschine zum Anwendungsrechner und umgekehrt ist über die Channel-to-Channel-Kommunikationssoftware jederzeit möglich, so daß ausgetestete Programme dynamisch aus der Programmiermaschine in die Anwendungsmaschine katalogisiert oder Programme aus der Anwendungsmaschine zwecks Änderung oder Korrektur in die Programmiermaschine geholt werden können.

Mit der PGM 41 werden diejenigen Anwender angesprochen, die entweder Ihre Programmentwicklung noch im zeitraubenden Batch-Verfahren durchführen oder die Online-Programmentwicklung aufgrund totaler Auslastung ihrer Resourcen nur stark restriktiv anwenden können.

Für CICS-Anwender wurde ebenfalls ein neues Package angekündigt, das "CICS advanced online utility package". Dieses Produkt stellt dem CICS-Anwender eine Reihe von Funktionen zur Verfügung, die zur wirtschaftlichen Erstellung von TP-Anwendungen unbedingt notwendig, aber in CICS nicht enthalten sind und für die ClCS-Anwender sich bisher ClCS-inkompatible Produkte wie TSC, Roscoe oder ähnliches beschaffen mußten.

Die Advanced online utilities arbeiten für den ClCS-Anwender völlig transparent als eine Serie von Transaktionen, die er unter CICS aufruft.

Dynamisches Katalogisieren

Die Advanced online utilities enthalten unter anderem Funktionen wie Text-Editor, Bibliotheksverwaltung, Online-Unterstützung für Panvalet/Librarian, Remote job entry, interaktives Spool-handling, Screenmultiplexing, dynamisches Anlegen und Katalogisieren von Data-Sets, interaktives Mapping, Online-Adabas-Utilities etc.

Mit "Natural/AF" (Natural Advanced Facilities) wurde für die Natural-Anwender, die nicht unter dem TP-Monitor Com-plete fahren, ein weiteres System angekündigt. Es optimiert die Speicherverwaltung der Benutzerbereiche und steigert damit die Performance. Es erlaubt darüber hinaus das dynamische Katalogisieren von Benutzer-Unterprogrammen sowie das Mehrfachdrucken von Reports. Es beinhaltet Funktionen wie: Printout-Spooling, Remote job entry, Bildschirm-Paging, Batch-Ausgabe von Online-Reports, Drucken von Formularen etc.

Adabas für VAX

Es wurde aber nicht nur über Neues gesprochen, sondern auch über Bewährtes. Da ist zunächst der "Dauerläufer" Adabas, der, obwohl schon zehn Jahre im Rennen, noch nicht die geringsten Ermüdungserscheinungen zeigt; im Gegenteil.

Da mittlerweile auch große Hersteller zukünftige Datenbank-Systeme an den Kriterien leichte Handhabung, Flexibilität und Unabhängigkeit zwischen Anwenderlogik und gespeicherten Daten messen wollen, kommt Adabas, das mit 650 Installationen weltweit die Nummer eins der Software AG ist, nach der übereinstimmenden Meinung der Konferenzteilnehmer noch mehr in Schwung.

Für Adabas/M wurde die Verfügbarkeit der VAX-Version angekündigt. Beeindruckend war die Anzahl der Natural-Sessions gegenüber der letztjährigen Konferenz; kein Wunder wenn man bedenkt, daß Natural mit über 200 Installationen im ersten Jahr seiner Existenz einen wohl einmaligen Rekord aufgestellt hat.

Natural-Security-System

Von größtem Interesse für die anwesenden Natural-Anwender war die Ankündigung des "Natural-Security-Systems", das auf den Ebenen "Anwender", "Anwendung", "Datei" und "Natural-Befehle" einen bisher wohl noch nie erreichten Schutz gegen unerlaubte Benutzung des Systems oder Teilen davon oder unerlaubte Bearbeitung von Daten in allen denkbaren Kombinationen und Verbindungen der genannten Ebenen ermöglicht.

Im Gegensatz zu früheren Konferenzen war die Software AG nicht dazu zu bewegen, Termine für die Freigabe der neuangekündigten Produkte zu nennen. Die Konferenzteilnehmer waren aber um so erstaunter, als die Software AG in einem eigens am Konferenzort installierten Rechenzentrum die meisten der angekündigten Funktionen schon vorführen konnte. Somit konnten sich die Anwender ein eigenes Bild über den Fortschritt der Entwicklung in Richtung verteilte Datenverarbeitung in logischen Netzwerken seit der letzten Konferenz in Houston machen.