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24.05.2005

Mehr Entlassungen trotz guter Resultate

HP hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres überzeugende Zahlen hingelegt, will aber trotzdem massiv kündigen.

HP hat in den meisten Geschäftsbereichen zugelegt. Besonders beeindruckend war die Gewinnentwicklung bei PCs.

Dagegen verzeichnete die Druckersparte einen erheblichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Profit fiel von 952 auf 814 Millionen Dollar, der Umsatz allerdings legte von knapp 6,1 Milliarden auf fast 6,4 Milliarden Dollar zu. Dies ist ein klares Signal, dass der Preiskampf insbesondere bei billigen Druckern zugenommen hat und damit die Margen sinken. Insgesamt ist der Bereich Imaging and Printing Systems allerdings nach wie vor die Cashcow des Unternehmens.

Für HPs Verhältnisse legte die Personal Systems Group ein bemerkenswertes Comeback hin. Kontinuierlich hatte sich diese Division in den vergangenen Quartalen langsam aus den roten Zahlen herausgearbeitet. Nun aber konnte das Unternehmen den Gewinn von 44 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres fast vervierfachen auf 147 Millionen Dollar.

Auch die Sparte Enterprise Storage and Servers (ESS), lange Zeit neben der PC-Division und dem Softwarebereich ein Sorgenkind von HP, legte erkennbar zu. Noch im Sommer des vergangenen Jahres hatte die Vorgängerin von Mark Hurd auf dem Chefsessel, Carleton Fiorina, die ESS-Führungsetage entvölkert und gleich drei Managern wegen schlechter Ergebnisse den Laufpass gegeben. Jetzt steigerte der Bereich den Umsatz gegenüber 2004 von knapp vier auf fast 4,2 Milliarden Dollar. Der Profit legte immerhin von 119 auf 184 Millionen Dollar zu.

Problemfeld Nummer eins bei HP bleibt die Software-Division. Sie schafft es nicht, aus den roten Zahlen zu kommen. Allerdings ist eine Tendenz zum Besseren zu erkennen. Im Vorjahr noch mit 52 Millionen Dollar Verlust befrachtet, verursachte sie jetzt nur noch vier Millionen Dollar Defizit. Im ersten Quartal betrug der Fehlbetrag noch 40 Millionen Dollar.

Abgerutscht ist auch die Dienstleistungssparte. Allerdings sind hier immer noch gute Gewinne zu verzeichnen. Waren es im vergangenen Jahr noch 332 Millionen Dollar, so sank dieser Wert auf 292 Millionen Dollar. Der Umsatz hingegen stieg in den Vergleichszeiträumen von 3,5 auf fast vier Milliarden Dollar.

Hewlett-Packard hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) verbucht gegenüber 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Der Halbjahresgewinn pro Aktie erreichte 65 (59) Cent. Der Umsatz erhöhte sich in dem am 30. April beendeten Sechsmonatsabschnitt kräftig auf 43 (Vorjahresvergleichszeit: 39,6) Milliarden Dollar. Der Quartalsumsatz legte um sieben Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar zu. Hewlett-Packard verdiente im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 966 (884) Millionen Dollar oder 33 (29) Cent je Aktie.

Der Personalabbau, der vom HP-Management auch schon angekündigt worden war, dürfte nach Einschätzung von Analysten heftig ausfallen. Toni Sacconaghi von Sanford C. Bernstein glaubt, dass HP-Chef Hurd in den kommenden zwei Monaten Entlassungen in der Größenordnung von fünf bis zehn Prozent der Beschäftigten ankündigen wird. Damit würde das Unternehmen bis zu rund 15000 Mitarbeitern den Laufpass geben.

Gartner-Analyst Martin Reynolds geht davon aus, dass die Zahl eher am oberen Limit der Schätzungen von Sacconaghi liegen wird.

Frank Gillet, Analyst bei Forrester Research, rechnet demgegenüber damit, dass die Zahl der Entlassungen nicht so hoch wie die prognostizierten zehn Prozent sein werden.(jm)