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15.04.1988 - 

Hannover geht in die zweite Runde:

Mehr Fachausstellungen mit weniger Ausstellern

MÜNCHEN (bk) - Hannover ruft - die Industrie kommt. Vom 20. bis 27. April werden sich - wie gehabt - zahlreiche Vertreter der in- und ausländischen Wirtschaft in der Leinestadt die Ehre geben. Partnerschaftsland 1988 ist Jugoslawien. Eröffnet wird die diesjährige Industrie-Messe von Bundeskanzler Helmut Kohl.

Einen Wermutstropfen muß die Deutsche Messe AG allerdings schon im Vorfeld der dritten CeBIT-losen Industrie-Messe hinnehmen: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Teilnehmerzahl erkennbar verringert. Gaben sich 1987 noch rund 6000 Aussteller ein Stelldichein, so schrumpfte die Beteiligung heuer um 400 Unternehmen auf 5600. Zurückgegangen ist dabei vor allem die Zahl der ausländischen Aussteller. Konnten die Hannoveraner Messemacher im Vorjahr noch an die 2000 Teilnehmer aus dem Ausland begrüßen, so treten diesmal nur 1700 Unternehmen aus anderen Ländern an.

Die Messestrategen aus der Leinestadt hingegen lassen den Vergleich mit dem Vorjahr nicht gelten. Da nämlich mehrere Fachmessen nur im Zweijahresrhythmus stattfinden können, so die Begründung, fehlen in diesem Jahr die Ausstellungen "ASB - Antreiben, Steuern, Bewegen", "MHI - Montage, Handhabung, Industrieroboter" sowie "CeMAT - Welt-Centrum für Materialflußtechnik". Diese Fachmessen jedoch ziehen laut Messe AG mehr Aussteller, vor allem aus dem Ausland, an. Somit habe man sich gegenüber der vergleichbaren Messe 1986, die 5332 Teilnehmer (davon 1668 aus dem Ausland) verzeichnete, erkennbar steigern können. Dies veranlaßt denn auch die Leinestädter Messestrategen schon im Vorfeld, weder einmal ihr Lieblingswort "Rekordveranstaltung" zu strapazieren.

Die Schwerpunktthemen der diesjährigen Hannover-Messe Industrie bilden Automatisierung sowie Energie- und Umwelttechnik. Insgesamt umfaßt die Veranstaltung 14 (Vorjahr: 10) Fachmessen sowie ergänzende Präsentationen, die sich aufgliedern in: Weltmarkt Elektronik und Elektrotechnik mit Weltlichtschau; Microtronic - Bausteine der Elektrotechnik; Intermatic - Systempräsentation Fertigungsnahe System- und C-Techniken; ICA - Internationales Centrum für Anlagenbau; Innovationsmarkt Forschung und Technologie; CeREG - Centrum für Reinigung und Grundstückspflege, Entsorgung, Abfall- und Abwassertechnik; Energie - Energie-, Luft- und Umwelttechnik; Optec - technische Optik und Laser; Neue Werkstoffe; Oberflächentechnik; Zuliefermesse; Betriebsausrüstung; Werkzeuge; Centrum der Werbung; Wirtschaftsförderung; Partnerland Jugoslawien; Sonderschau Jugend + Technik; Sonderschau "40 Jahre Zukunft - 40 Jahre Hannover-Messe".

Die Anbieter der C-Techniken versammeln sich wie schon im Vorjahr unter dem Oberbegriff "Intermatic" in Halle 18. Auf einer Netto-Ausstellungsfläche von 9500 Quadratmetern tummeln sich 203 Aussteller; darunter zahlreiche Unternehmen, die bereits zur CeBIT angereist waren. Zu diesen zählen unter anderem auch DEC, GEI, Hewlett-Packard, IBM, Mannesmann-Kienzle, Nixdorf und Philips. Zu sehen sind in Halle 18 neben computerintegrierter Systemtechnik (CAM/CIM) auch Automatisierungssysteme für Entwicklung, Konstruktion, Engineering, Produktion, und Verfahren, Qualitätssicherung, Leit- und Steuerungssysteme für die Produktions- und Verfahrens-Automatisierung, Systeme für die Produktions- und Prozeßdatenerfassung, Systeme für die Produktionsplanung und -steuerung, Sensorsysteme und Bilderkennung für die Produktions- und Verfahrens-Automatisierung, Maschinen- und Anlagensteuerungssysteme sowie die dazugehörige Beratung, Software und Dienstleistung.

Die Intermatic besteht aus drei Konzeptbestandteilen: einem Kongreß, dem Leitzentrum "CIM - Fabrik mit Zukunft und individuellen Systembeiträgen der Aussteller. Der Kongreß, der unter dem gleichen Motto steht wie das Leitzentrum, findet jeweils halbtags (9.30 bis 13 Uhr) am 25. und 26. April im Trade Center, Saal 2, statt. Dort wollen CIM-Experten aus Hersteller- und Anwenderkreisen Antworten auf folgende Fragen geben:

- Welche Erfahrungen und Probleme ergeben sich bei der Einführung von CIM?

- Welche Vorgehensweisen und Schritte zur Planung sind wichtig und sinnvoll?

- Was leisten bisher verfügbare CIM-Komponenten?

Die Teilnahmegebühr beträgt für eine Dauerkarte 450 Mark, für eine Tageskarte 270 Mark. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Das Leitzentrum hat im Obergeschoß der Halle 18 (Stand C33) seinen Platz. 13 Unternehmen sowie diverse Forschungseinrichtungen demonstrieren dort, wie die computergestützte Systemtechnik schrittweise die Fabrik mit Zukunft realisiert. Der Besucher soll im Leitzentrum die Möglichkeit erhalten, sich themenübergreifend und branchenneutral mit dieser Thematik zu befassen. Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören Allen-Bradley/AB, Apple Computer, Bull, Comsy, Coscam, DEC, das Forschungsinstitut Industrielle Bildverarbeitung/FiBH, Informatik-Systemtechnik, IPA-Stuttgart, das Fraunhofer-Institut/FhG, PKI, NCR, Widmann und Wille Automationstechnik. Angesprochen werden sollen vor allem Führungskräfte und Fachleute aus Entwicklung Konstruktion, Fertigung und Logistik.