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Farbe im Computercamp:


27.03.1987 - 

Mehr jugendliche Besucher als1986

Das Compucamp in der Halle 15 war gut besucht, die 12- bis 25jährigen Besucher beteiligten sich lebhafter an den Veranstaltungen als im Vorjahr. Der Verein zur Förderung der Pädagogik der Informationstechnologien e.V. (VFPI), diesjähriger Auftragnehmer der Messe-AG, war erfolgreicher als im letzten Jahr die Inbit.

Mit von der Partie als Veranstalter waren unter anderem auch das niedersächsische Kultusministerium und das Christliche Jugenddorf-Werk. Zwar wurden die Zelte vom letzten Jahr wieder aufgebaut, aber

rote Längsstreifen peppten das langweilige Weiß erheblich auf. Die Sitzecken vor Zelten unter Palmen wurden von den Jugendlichen gern für eine Ruhepause und ein Schwätzchen genutzt.

Farbe erleichterte auch die Orientierung durch die Vielfalt an Informationen. Grün war die Farbe der Stände, wo es um Software und Lernprogramme ging. Selbst Geräte, an denen Rechtschreib- und Grammatikprogramme liefen, waren ständig besetzt. Die Schnupperkurse in Textverarbeitung, die dreimal täglich in einem abgeteilten Bereich stattfanden, waren ebenfalls gut besucht. Gelb wies auf CAD/CAM, Berufsbildung und Behindertenarbeit hin, zum Beispiel auf einen PC mit Braille-Tastatur. Am Stand des Technologie-Computer-Clubs Trier lud ein Plakat dazu ein, selber einen Computer zum Messepreis von 250 Mark zusammenzulöten. Überlaufen war besonders der blaue, von den Veranstaltern als "kreativ" bezeichnete Bereich, wo unter anderem ein Flugsimulator, Spiele und Grafik angeboten wurden.

Jeans und Pulli statt Nadelstreifen

In diesem Jahr beschränkten sich die 45 beteiligten Firmen überwiegend darauf, Geräte zur Verfügung zu stellen. Im rollenden Klassenzimmer eines großen Herstellers berieten junge Leute die Besucher. Die Standbesatzungen wurden vom VFPI gestellt, der dafür Mitglieder von Verbänden und Vereinen angeschrieben hatte, die in der Jugendarbeit tätig sind. Insgesamt 140 Helfer und Betreuer kümmerten sich um die jugendlichen Besucher.

"Jeans und Pulli statt Nadelstreifen" - so lautete die Devise der Veranstalter. Erfahrungen des Vorjahres zeigten, daß jugendliche Computerneulinge manchmal doch Schwierigkeiten hatten, Firmenvertreter "einfach mal so" anzusprechen. Das bestätigten Schüler, die im letzten Jahr auch das Computercamp besucht haben.

Mit Fachleuten zwanglos über Computer reden

Den Jugendlichen Möglichkeiten schaffen, mit Fachleuten zwanglos über Computer zu reden, wollte Helmut Klappheck, verantwortlicher Geschäftsführer des VFPI. Dafür hat er auch kräftig die Werbetrommel gerührt und Schulleiter in allen Bundesländern angeschrieben, denen eine Tagesreise nach Hannover noch möglich war.

Auf eigene Initiative angereist war die 16jährige Regine R. aus Hamburg. Sie hat in der Schule bisher nicht die Möglichkeit gehabt, am Computer zu arbeiten, und wollte das im Schnellkurs Textverarbeitung nachholen. Wie ihr ging es auch anderen Schülern, die von der Bildungsoffensive der Politiker im Bereich neuer Technologien noch nicht erreicht wurden. Eine Berufsschülerin aus Hameln erzählte, daß sie am Arbeitsplatz selbstverständlich mit Computern zu tun habe, aber in der Schule noch nicht.