Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.08.1979 - 

Fachhochschule Frankfurt:

Mehr Kapazität für Ausbildung und Rechner

03.08.1979

FRANKFURT - An der Fachhochschule Frankfurt kann vom Wintersemester 1979/80 an Wirtschaftsinformatik im Nebenfach studiert werden. Neben dem bereits vorhandenen Studienschwerpunkt "Datenverarbeitung und Organisation" im Fachbereich Wirtschaft werden jetzt auch ergänzend "Anwendungen der Informatik" angeboten. Die Rechnerkapazität wird weiter ausgebaut.

Die beiden Studienschwerpunkte werden organisatorisch wie die bisherigen Fachseminare behandelt. Die Anzahl der Unterrichtseinheiten des Faches Informatik (Grundlagen der Informatik, Anwendungsschwerpunkt Wirtschaftsinformatik) wurde von 30 Semesterwochenstunden auf jetzt 42 Semesterwochenstunden in sechs Semestern erhöht, so daß der Anteil an der Gesamtstundenzahl nun rund 31 Prozent beträgt.

Die Fachhochschule Frankfurt/M. kann auf vier Jahre Erfahrungen mit Informatikausbildung zurückblicken. Seit ihrer Gründung im Jahre 1970 ist eine Einführung in das Fach EDV fester Bestandteil des betriebswirtschaftlichen Studiengangs gewesen. Entsprechendes gilt auch für die meisten technischen Studiengänge. An der stetig wachsenden Zahl der Lehrveranstaltungen hauptamtlicher und nebenamtlicher Dozenten laßt sich das Bemühen ablesen, das Angebot an EDV-Ausbildung den Anforderungen der Praxis anzupassen.

Die Fachbereiche Feinwerktechnik und Elektrotechnik bilden seit dem Wintersemester 1975/76 in einer gemeinsamen fachbereichsübergreifenden Studienrichtung "Technische Informatik" zirka 30 Studenten pro Jahr aus - mit dem Abschluß Diplom-Ingenieur der Feinwerktechnik, der Elektrotechnik oder der Technischen Informatik.

Industrie und Arbeitsämter sprechen sich eindeutig für die Erweiterung des Angebots an Informatik-Fächern bis hin zu einem Hauptfachstudium aus.

Die Beschäftigungsmöglichkeiten für die Absolventen der fachbereichsübergreifenden Studienrichtung "Technische Informatik" haben sich als ausgezeichnet erwiesen, sowohl hinsichtlich der Zahl der Stellenangebote als auch der Bezahlung. An der Frankfurter Fachhochschule sind mehrere Rechner in Betrieb. Ein Teil der Rechnerkapazität ist von der Verwaltung genutzt; ein anderer, nicht unwesentlicher Anteil dieser Kapazität ist im Rahmen der Informatikausbildung eingesetzt. Die bei Gründung der Fachhochschule vorhandenen Rechenanlagen (IBM 1130, Siemens 4004/15) wurden zunächst weiter ausgebaut und deckten bis vor kurzem den Grundbedarf an Rechnerkapazität ab. Sie müssen allerdings in absehbarer Zeit aus technischen Gründen durch moderneres Gerät ersetzt werden.

Im Jahre 1975 folgte die Installation eines Prozeßrechners (Nova 2/10 von Data

General mit 32 K-Werten a 16 Bit). An in wurde in den Jahren 1975 bis 1978 mehrere Labors angeschlossen. Weitere Kleinrechner sind hinzugekommen. So zum Beispiel arbeitet im Baulabor des Fachbereiches Bauingenieurwesen ein Rechner PDP 8A/500 (32 K 12 Bit), mit dessen Hilfe Versuche am Prüfstand im Grundbaulabor und die Modellstatik gesteuert und ausgewertet werden. Der Fachbereich Wirtschaft wurde mit einem

Rechner TI 990/10 (64 KB) von Texas Instruments ausgestattet. An ihm laufen neben der obligatorischen Ausbildung in Programmsprachen (Cobol, Assembler) Simulation- und kleine Datenbankverwaltungsprogramme.

Seit zweieinhalb Jahren verfügen die Fachbereiche Elektrotechnik und Feinwerktechnik jeweils über ein Mikrocomputerlabor. Hier werden in Kürze Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Zusätzlich verwenden die naturwissenschaftlich orientierten Grundlagenfächer programmierbare Tischrechner. Die bisherige Kapazität der fachhochschuleigenen Anlagen, die in ihren Leistungen durch ein RJE-Anschluß per Telefonleitung zur TH Darmstadt unterstützt werden, verbessert sich entscheidend noch in diesem Jahr durch die Installation eines Konzentrators DEC 11/34. Dieser Konzentrator soll in der ersten Ausbaustufe eine Verbindung zwischen sechs, Bildschirmterminals und zwei Druckern, in der Fachhochschule und dem Bereichsrechner DEC 10/91 der Universität Frankfurt am Main ermöglichen.

*Prof. Peter Sokolowsky ist Fachhochschullehrer an der Fachhochschule Frankfurt.