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27.02.2004 - 

Fujitsu-Siemens überarbeitet BX-Reihe

Mehr Leistung für die Blade-Server

MÜNCHEN (CW) - Fujitsu-Siemens Computers (FSC) hat die Leistung des Blade "Primergy BX300" verbessert und ein neues, stärkeres Modell "BX600" vorgestellt.

Fujitsu-Siemens setzt darauf, dass Blades zunehmend als Server für größere Unternehmensanwendungen wie SAP-Umgebungen Verwendung finden werden. Entsprechend größer sollte ihr Leistungsvermögen ausfallen. Aber das macht die sonst ultrakompakten Rechner auch in der Dimension größer. Statt der marktüblichen Normbauhöhe 3U bringt es der BX600 von FSC auf 7U, das sind 31 Zentimeter. Und es passen pro Chassis lediglich zehn dieser Blades nebeneinander in ein Rack. Damit hat ein BX600 etwa das Volumen der klassischen "Pizzaschachtel"-Server, nur dass ein Blade halt vertikal im Rack steht.

Das BX600 arbeitet mit bis zu zwei Xeon-Prozessoren, die mit 2,8 Gigahertz getaktet sind. On Board sind 512 MB bis 1,2 GB DDR-SDRAM sowie maximal zwei Hot-plug-fähige Ultra-320-SCSI-Platten mit 36 bis 146 GB Kapazität. Das Blade hat zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse; optional sind zwei 2-Gigabit-Fibre-Channel-Kanäle. Eine weitere Option ist ein PCI-Steckplatzmodul, um beispielsweise einen zusätzlichen LAN-Controller aufzunehmen.

Das ab Ende März verfügbare BX600 kostet in der "Chassis-Konfiguration" zur Systemsteuerung 9800 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Preis umfasst die Stromversorgungen, das Switch-Blade und ein Management-Blade. Das Chassis ist mit jeweils vier redundant ausgelegten und im laufenden Betrieb austauschbaren Netzteilen und Lüftern ausgestattet. Zum Ausbau gibt es Server-Blades, für die FSC in der Minimalkonfiguration mit einer CPU, 512 MB RAM und zwei 36-GB-Platten ohne Betriebssystem 3900 Euro verlangt.

Schon jetzt hat FSC ein "Quad-Blade" angekündigt, das mit vier Xeon-MP-Prozessoren arbeiten soll. Sie sind genauso hoch und tief, aber doppelt so dick wie das BX600. Fünf von ihnen werden nebeneinander in ein Chassis passen. Dabei lassen sie sich aber gemischt neben den BX600-Blades betreiben. Dieses Konzept verspricht FSC auch für künftige Entwicklungen.

Nur wenige Tage vor der Präsentation des BX600 hat Fujitsu-Siemens bekannt gegeben, den Blade-Server BX300 ab sofort in einer leistungsfähigeren Variante zu liefern. Statt der bisher verwendeten energiesparenden Variante des Pentium III dienen als Prozessoren jetzt zwei Pentium M, die 1,4 oder 1,6 Gigahertz schnell sind und mehr Level-2-Cache haben. Der maximale Hauptspeicher wurde auf 4 GB DDR-SDRAM verdoppelt. Die Blades lassen sich im laufenden Betrieb aus- und einbauen.

Die Leistungserweiterung bringt nach FSC-Angaben beispielsweise in der typischen Anwendung als Web-Server mit dem Internet Information Server 6.0 unter Windows Server 2003 Web Edition eine Performance-Steigerung von bis zu 25 Prozent im Vergleich zum älteren Modell. Das macht den BX300 nach Einschätzung des Anbieters besser geeignet zur Einbindung in Unternehmensnetze oder in Network-Attached-Storage-Infrastrukturen. Das ist für den Einsatz von Blade-Servern bei Internet-Service- oder bei Application-Providern oft wichtig.

Den BX300 gibt es mit bis zu zwei Festplatten, die 20 oder 60 GB Kapazität haben. Ein Blade mit einem 1,4 Gigahertz schnellen Pentium M, 512 MB RAM und 20 GB Festplatte kostet rund 1700 Dollar. (ls)