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23.07.1976 - 

Anwenderbericht: Kochendörfer + Kiep oHG, Kriftel

Mehr Qualität zu geringeren Kosten

Eine delikate Aufgabe für versierte Kostenrechner: Die monatliche Erstellung der Kostenstellenrechnung mit BAB und monatlicher Ausweis des Betriebsergebnisses und des Deckungsbeitrags für einzelne Fertigungsbereiche des Betriebes. Für die Firma Kochendörfer + Kiep oHG wurde es zum Jahresanfang 1977 erforderlich, eine Lösung dieses Problems zu finden, die halbjährliche Erstellung der benötigten Informationen war zu kompliziert, zeitaufwendig und nicht mehr zeitnah genug.

Dipl.-Volksw. Meinhard Brucks, kaufmännischer Leiter des Unternehmens, legte seine Problemstellung verschiedenen Anbietern von MDT-Anlagen und mehreren Service-Rechenzentren vor. Er entschied sich für die Lösung eines Frankfurter Rechenzentrums, das flexibel genug war, die gestellten Anforderungen zu realisieren. "Selbstverständlich war auch die MDT in der Lage, uns brauchbare Lösungen anzubieten - allerdings zu Preisen, die uns nicht akzeptabel erschienen", meint Brucks.

Kochendörfer + Kiep oHG, Kriftel bei Frankfurt, ein mittelständisches Unternehmen des Industriebereichs Eisen - Metalle - Bleche, beschäftigt 220 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 22 Millionen Mark. Das in dieser Kombination wohl bedeutendste metallverarbeitende Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet ist in fünf Fertigungsabteilungen gegliedert: Feinstanzerei, Stanzerei, Werkzeugbau, Zerspannung und Montage. Die rein auftragsgebundene Produktion umfaßt Serienteile und Spezialanfertigungen für international renommierte Firmen der Flugzeug-, Automobil-, Elektro-, Haushaltsgeräte- und der chemischen Industrie. Der Kundenkreis ist nicht groß, aber an Qualität und Flexibilität gewöhnt.

Die Umstellung auf Datenverarbeitung außer Haus ging zügig und reibungslos vonstatten. Zwei Monate nach dem ersten Testlauf war das Problem zufriedenstellend gelöst. 14 Tage nach Monatsende liegen jetzt die aktuellen Auswertungen vor. Selbst Detailkontrollen lassen sich ohne Mühe anhand der ausgedruckten Einzelnachweise der Buchungen je Kostenstelle mit Text und Belegnummer vornehmen.

Brucks: "Eine sehr nützliche Hilfe zur Feststellung von Preis- und Mengenabweichungen bei der Nachkalkulation. Als nächsten Schritt haben wir die Erweiterung des Programms um Sollvorgaben für die Kostenstellen vorgesehen."

Ihm gehe es um die Präzision bei der Betriebskontrolle, die bei der Produktionserstellung längst oberstes Gebot sei. Denn der Wettbewerb in der Branche ist hart: "Unseren Standortvorteil kompensieren die Wettbewerber durch Lohnkostenvorteile. Wir müssen sehr exakt kalkulieren, um Aufträge hereinzuholen", berichtet der Finanzchef und erläutert: "Wir können uns einfach keinen Wasserkopf in der Verwaltung leisten." Aus diesem Grunde war die Entscheidung, die Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie die Finanzbuchhaltung außer Haus erstellen zu lassen, getroffen worden, als noch eine MDT-Anlage im Haus stand. Die diffizile Lohnabrechnung (Prämienlohnsystem) wird bereits seit Anfang 1975 vom Rhein-Main-Rechenzentrum, Frankfurt - kurz RM -, erstellt. Die Finanzbuchhaltung mit Monatsbilanz, G + V-Rechnung und die gesamte Betriebsabrechnung wurde diesem Rechenzentrum per 1. 1. 1976 übertragen, wobei die finanzamtlich genehmigungsfreien Bereiche der Auswertungen auch auf Mikrofilm zur Verfügung gestellt werden.

Ein Vergleich der Abwicklung des Rechnungswesens "im Haus/ außer Haus" erweist: Gegenwärtig wird bei Kochendörfer + Kiep ein 10faches an Informationen zu 25 Prozent weniger Kosten erreicht. Dazu Brucks: "Durch die Umstellung konnten wir wesentlich mehr Qualität in unsere Kostenrechnung bringen und zeitlich schneller über wichtige Informationen verfügen, als dies früher möglich war - und dies zu geringeren Kosten."

Wechselseitiger Lernprozeß

Die qualitativen Ansprüche, die Kochendörfer + Kiep an die Auswertungsergebnisse stellen, konnten erfüllt werden, weil zwei Mitarbeiter aus dem Hause sich intensiv mit der gesamten Problematik intensiv beschäftigen und den Anbietern konkrete Aufgabenstellungen vorgeben konnten. Dabei hatte RM ein gewisses Prä, weil in der Zusammenarbeit bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung bereits gute Erfahrungen gemacht worden waren. "Letztlich waren aber für mich die Kosten entscheidend", betont Brucks, "sonst hätte ich mir gleich den Zeitaufwand für die Gespräche mit fünf Mitbewerbern sparen können."