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13.01.1989 - 

Trotz Austritt von vier Unternehmen im letzten Jahr Fortschritte in Sicht:

Mehr Test-Produkte sorgen für COS-Aufwind

MCLEAN (IDG) - Obwohl der COS 1988 einige Benutzer davongelaufen sind und sich zeitweise Resignation breit machte, geht es mit der Gruppe dennoch bergauf. Dies spiegelt sich insbesondere bei der Entwicklung von Produkten, die internationalen Standards entsprechen, wider.

Die COS-Verantwortlichen (Corporation for Open Systems) gehen davon aus, daß 1989 insgesamt über ein Dutzend Testprodukte zur Verfügung stehen werden und es zu einem internationalen Abkommen mit japanischen Standardgruppen kommt. Eine entsprechende OSI-Zusammenarbeit zwischen COS, SPAG, der MAP/TOP-Benutzergruppe und dem japanischen Promotion Council wurde bereits eingefädelt. Außerdem wolle die COS ein Zertifikationsprogramm für ihre Konformitätstests vorstellen.

Laut Mike Kaminski, Manager bei General Motors und MAP/TOP-Vertreter in der COS, hat diese Vereinigung aber schon in den letzten 18 Monaten enorme Fortschritte erzielt: "Sie beginnt nun als Katalysator für OSI-Implementierungen zu agieren." So voll des Lobes ist Kaminski allerdings nicht zuletzt deswegen, weil sich die Corporation for Open Systems zunehmend den beiden CIM-Protokollen widmet. Positiv äußert sich beispielsweise auch Richard Lefkin, ein Assistent des Vizepräsidenten der Citibank: "Wenngleich sie auch nicht perfekt ist, so hat die COS 1988 wesentliche Ergebnisse bei der Bereitstellung von Testprodukten erzielt."

Die Benutzer werden auch durch die Tatsache motiviert, daß bereits seit Mitte 1987 für Tests 25 Basisprodukte und entsprechende Konfigurationen vorhanden sind. Der COS-Präsident Lincoln Faurer geht davon aus, daß man Ende dieses Jahres mit ungefähr 40 einschlägigen Systemen rechnen kann.

Ungeachtet der Erfolge und der guten Aussichten wirft die Tatsache, daß vier Mitglieder (Du Pont de Nemours & Co., Procter & Gamble, Equitable Bancorporation, Aetna Life Insurance) der COS den Rücken gekehrt haben, einen Schatten über die Aktivitäten der Organisation. Nach Angaben von William Livingston, einem Mitglied des COS-Audit-Comittees und Präsidenten der Vance Systems Inc., ist es nicht ganz einfach, die Benutzer in "seinen Bann zu schlagen" und ihnen eine dauerhafte Mitgliedschaft schmackhaft zu machen: "Normalerweise können nur die Anbieter die technischen Belange, die die COS-Arbeitsgruppen bewältigen, verstehen und richtig einschätzen." Die Benutzer hingegen seien in der Regel lediglich an dem COS-Endergebnis interessiert. Nach weiteren Angaben von Faurer wird die Gruppierung als Highlight von 1989 mit dem COS-Markt-Programm aufwarten. Es sieht vor, daß von COS getestete Produkte mittels Stempel zertifiziert werden. Dahinter steht die Idee, dem Benutzer einheitliche Kriterien an die Hand zu geben, um beurteilen zu können, ob die entwickelten OSI-basierenden Produkte tatsächlich interoperabel sind. Des weiteren sieht dieses Programm vor, daß die Benutzer nach dem Einsatz der Konformitätstools die Ergebnisse an die COS zum "Gegencheck" weiterleiten.

Ein Meilenstein in der Entwicklung während des vergangenen Jahres war auch eine Vereinbarung mit SPAG (Standards Promotion and Applications Group Services). Die beiden Gremien haben sich darauf geeinigt, ihre Komponenten für den Konformitäts-Test zu kombinieren und als ein Tool-Set anzubieten, das im Laufe des Jahres in Europa und Nordamerika verfügbar sein soll.