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11.07.2006

Mehr Venture-Capital für Open-Source-Gründer

Aktivist Mat Asay: Europäer sollten ihrem Standort die Treue halten.

Drei Venture-Capital- (VC-) Geber, die bisher schon in Open-Source-Unternehmen investiert haben, wollen sich noch stärker in dieser Richtung engagieren. Das erklärten führende Vertreter von Index Ventures, Mayfield Fund und Wellington Partners auf der diesjährigen Open Source Business Conference in London. Der Grund ist rein ökonomischer Art, wie Bernard Dalle von Index Ventures ausführte: "Wir sind zutiefst überzeugt, dass Open Source ein neues Distributionsmodell ist. Und es ist auch ein neues Software-Entwicklungsmodell, das Bestand haben wird."

Venture Capital mag Open Source

Index Ventures hat in den Business-Intelligence-Anbieter Pentaho, den Dienstleister Sourcelabs, das PHP-Mutterhaus Zend, das Datenbankunternehmen MySQL und den Embedded-Linux-Spezialisten Trolltech investiert. Der Mayfield Fund ist beim System-Management-Spezialisten Groundwork und beim Content-Management-Anbieter Alfresco dabei. Wellington Partners hat Geld in den Linux-Server-Anbieter Collax und in Astaro, einen Spezialisten für Security-Appliances, gesteckt.

"Wir werden weiter in Open Source investieren - nicht weil es Open Source ist, sondern weil wir davon ausgehen, dass quelloffener Code zukünftig Teil des Angebots jedes Softwarehauses sein wird", bekräftigte Frank Bohnke, General Partner von Wellington Partners. "Open Source und die Wiederverwendung von Modellen machen den Entwicklungsprozess effizienter."

Er warnte allerdings Firmengründer vor Illusionen. "Die Open-Source-Firmen müssen nachweisen, dass sie Markenprodukte entwickeln, sie verkaufen und Profit machen können." Mayfield-Fund-Chef Vasan setzte nach: "Es geht um das Einmaleins des soliden Business."

In einer Antwort forderte Mat Asay, Organisator der Konferenz, europäische Anbieter von Open-Source-Software auf, nicht allen Forderungen der Kapitalgeber nachzugeben. Insbesondere sei es sinnvoll, in Europa zu bleiben und nicht in die USA überzusiedeln. "Venture Capitalists sollten aufhören, darauf zu bestehen, dass sich ihre Portfolio-Unternehmen im Silicon Valley niederlassen", sagte Asay. "Es gibt keine Kunden im Silicon Valley, nur Anbieter."

Nähe zu Anwendern suchen

Die deutschen Open-Source-Gründungen Collax und Open-Xchange sind in die USA übergesiedelt, weil das eine Voraussetzung war, um an Venture Capital zu gelangen. Projekte wie das ObjectWeb Consortium, Mandriva, Suse Linux, Xen, Alfresco, MySQL und Trolltech sollten nahe an ihren Grundlagen und den Anwendern bleiben, so Asay: "Die Europäer sollten ihre Vorreiterrolle in Sachen Open Source unterstreichen." (ls/hv)