Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.07.2007

Mehr Virtualisierung für p- und i-Server

Linux-Partitionierung im IBM-Midrange wird preiswerter und einfacher zu administrieren.

Eine neue Lizenzregelung von IBM macht nicht nur Red Hat Enterprise Linux (RHEL) auf den Servern der i- und der p-Series billiger, sondern dürfte vor allem die Einrichtung von Linux-Partitionen attraktiver gestalten. Die Berechnungsgrundlage sind künftig nicht mehr Prozessorkerne, sondern CPU-Sockel der Power-PC-basierenden Rechner. RHEL 4 oder 5 kostet in der unteren Klasse, ein System mit ein oder zwei Prozessoren und bis zu vier logischen Partitionen (LPARs), künftig jährlich 375 Dollar. Bei unbegrenzter CPU-Zahl und maximal 25 LPARs sind es 719 Dollar. Wer drei Jahre Linux-Support von IBM statt von Red Hat nimmt, zahlt sieben Prozent weniger.

Preisgünstiger als Red Hat

Das ist etwa die Hälfte des Prei-ses von Red Hat ein unfairer Vergleich, denn beim Linux-Distributor gehören auch Patches zum Support. Aber auch wenn ein Anwender auf die nicht verzichten, aber lieber den Support von IBM in Anspruch nehmen will, spart er bei Big Blue noch. Das kostet bei IBM nämlich in der unteren Leistungsklasse im Jahr noch 645 Dollar, 115 weniger als bei Red Hat. In der oberen Leistungsklasse verlangt Big Blue für den "Premium"-Support 899 Dollar, gleich ein Drittel weniger als der Linux-Distributor. Das IT-Budget wird also umso weniger strapaziert, je stärker Anwender die Virtualisierung mittels logi-scher Partitionierung der i- und p-Series nutzen.

Einen deutlichen Anreiz dazu hat IBM schon im letzten Jahr mit dem "Integrated Virtualization Manager" (IVM) geschaffen. Dieses Tool erleichtert mit seiner Benutzeroberfläche die Einrichtung von Linux-Partitionen auf den AIX- und i5/OS-Servern. Die "Hardware Management Console" (HMC) ist dazu nicht mehr nötig. Außerdem eignet sich der aus der x86-Welt stammende "Systems Director" inzwischen auch für die einstige Midrange-Klasse, was Systemadministratoren ein einheitliches Toolset mit gleicher Steuerung für alle IBM-Server beschert.

Dem Systems Director will IBM im dritten Quartal einige Neuerungen mitgeben. Zum einen soll er ein "Virtual Image Management" erhalten, in dem man Templates und Server-Images für x86-, x64- und Power-Server katalogisiert ablegen und bei Bedarf schnell aufrufen kann. Ähnliches gibt es bei "VMware Infrastructure 3". Außerdem erhält das Administrations-Tool Plug-in-Schnittstellen zum Management-Framework Tivoli.

Manager kontrollieren

Zum anderen enthält der kommende System Director den "Virtualization Manager 1.2". Der kann dann unmittelbar Auskunft geben, wie sich mit IVM und HMC eingerichtete logische Partitionen verhalten und wie sie ausgelastet sind. Ferner soll ein "Virtual Availability Manager" den Verbund mit Xen-Hypervisorn auf x86-Umgebungen ermöglichen, um eine, wie IBM sie nennt, "high-availability farm" zu schaffen.

Übrigens gibt es im IBM-Sprachgebrauch eine neue Art von Partitionierung, die "Workload Partition", kurz WPAR. Sie soll mit den Releases 6 von AIX und V6R1 von i5/OS freigegeben werden. Dieses Virtualisierungskonzept kommt den Containern von Sun-Solaris nahe. Es vereinfacht die Administration der virtuellen Umgebungen. (ls)