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08.11.2002 - 

Interview

"Mehr Zeit zum Reisen"

CW: Die Nachricht von Ihrem Rücktritt kam selbst für Insider überraschend. Bei der momentanen Empfindlichkeit der Kapitalmärkte hätte die Ankündigung ins Auge gehen können. War der Moment gut gewählt?

Königs: Irgendwann muss man es tun, und da eine solche Nachricht der Ad-hoc-Publizität unterliegt, wäre es immer überraschend gewesen. Wir hatten eine reguläre Aufsichtsratssitzung, auf der ich die Mitglieder des Gremiums über meinen Entschluss informiert habe, Ende April mein Amt niederzulegen. Wir wollten, dass die Öffentlichkeit es früh genug weiß, das macht auch die Suche nach einem Nachfolger einfacher. Es war ja nur eine Ankündigung. Und der Markt hat es Gott sei Dank so aufgenommen, wie es gemeint war.

CW: Was ist der wahre Grund für Ihren Rücktritt? Schließlich wäre ein Zusammenhang mit der aktuell schwierigen Situation des Unternehmens zumindest nachvollziehbar.

Königs: An diesen Spekulationen ist definitiv nichts dran. Ich will einfach weniger arbeiten, als dies meine heutige Aufgabe zulässt. Ich möchte mich ins Privatleben zurückziehen und mehr Zeit für Sport, Musik hören und Reisen haben. Ich habe ganz sicher nicht vor, eine andere Management-Anstellung zu suchen oder anzunehmen. Dann könnte ich ja auch hier bleiben, die Software AG ist eine wunderbare Firma.

CW: Sie gelten als der Motor für den Wandel der Software AG zur XML-Company?

Königs: Das mag zum Teil so stimmen, obwohl die Idee für XML natürlich nicht von mir stammt. Aber selbstverständlich wird der XML-Kurs auch ohne mich weitergeführt.

CW: Gibt es ein Ziel, das Sie nicht erreicht haben?

Königs: Ich wollte die Software AG größer machen, als sie heute ist. Das Ziel war, schon bald auf eine Milliarde Euro Umsatz zu kommen; so schnell hat sich der XML-Markt aber nicht entwickelt. (rs)