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Anwenderbericht Hildesheimer Wohnbau GmbH:


05.03.1982 - 

Mehrfunktionsterminals für Text und Daten

Von CW-Mitarbeiter Egon Schmidt

"Wir wollten bestimmte Dateien fortan nur noch einmal anlegen müssen und auch bei unserer Textverarbeitung gleich auf diese Dateien zugreifen können", sagt Peter Ballerstein, kaufmännischer Leiter der Hildesheimer Wohnbau GmbH. Das etwa 130 Mitarbeiter starke Bauträger-Unternehmen ersetzte im vergangenen Jahr einen isoliert arbeitenden IBM-Textcomputer durch ein MAI-System zur kombinierten Text- und Datenverarbeitung.

Welche Erfahrungen machte Ballerstein bei der Umstellung und inzwischen in gut sechs Monaten Betrieb? "Wir arbeiteten schon mehrere Jahre mit einem MAI-Computer und waren eigentlich stets zufrieden", erzählt Ballerstein.

Deshalb habe es nahegelegen, dem alten Hersteller treu zu bleiben, "zumal wir auch beim Vergleich mehrerer Offerten auf der Hannover-Messe, auch in preislicher Hinsicht, keinen rechten Grund fanden, ein völlig anderes System einzuführen". Zur Realisierung des Textsystems genügte es daher, die vorhandene DV-Anlage um Ganzseiten-Bildschirme für die kombinierte Daten- und Textdarstellung sowie um entsprechende Plattenkapazität aufzustocken,

Wie sieht nun die Gerätekonfiguration der Wohnbau GmbH, aus? Um eine 1 60-KB-Zentraleinheit "MAI 1350" gruppieren sich zwei 80-MB-Plattenlaufwerke, ein Drucker für 1300 Zeilen pro Minute und fünf Bildschirmterminals; außerdem für das Textsystem "Dataword II" zwei Mehrfunktionsterminals Modell "7561 " mit DIN-A4-Ganzseiten-Bildschirm und ein Typenrad-Korrespondenzdrucker.

Auf dieser Konfiguration, die, laut Ballerstein, "hervorragend" läuft, wickelt das Bau- und Bauträger-Unternehmen neben der Dataword II-Software, die das Einfügen von gespeicherten Daten, zum Beispiel aus der Finanzbuchhaltung, in Briefe erlaubt, auch die Pakete

- Lohn- und Gehaltsabrechnung (Baulohn),

- Finanz- und Betriebsbuchhaltung,

- Hausverwaltung (Eigentums- und Mietwohnungen),

- Bauunternehmungen und

- Bauträger ab.

Das letztere Programmpaket um faßt neben der Stammdaten-Verwaltung auch die Kalkulation sowie die Ausschreibung. Dazu muß man wissen, daß das Hildesheimer Unternehmen nicht alle Objekte selber erstellt, sondern je nach Sachlage auch andere Baufirmen heranzieht.

Von der Möglichkeit, in der DV vorrätige Daten kurzerhand mit Standard-Textbausteinen (vorgefertigten Formulierungen für Routine-Geschäftsbriefe) kombinieren zu können, zeigt sich Ballerstein sehr angetan: "Angenommen, wir wollen alle Lieferanten anschreiben, dann sind alle nötigen Daten sofort aus der EDV abrufbar. Auch können wir beispielsweise unser Mahnwesen jetzt statt über die eigentliche Datenverarbeitung über die Textautomaten abwickeln."

Noch einen anderen Vorteil des integrierten Arbeitens registriert der Hildesheimer Baufachmann: Gibt es jetzt beispielsweise einen Engpaß bei der Datenverarbeitung, so können die Textbildschirme einfach umgestellt werden und als zusätzliche Datenterminals dienen. Auch da mußte das IBM-Textsystem passen, das isoliert arbeitete - und auch weiterhin im Betrieb Verwendung findet.