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10.10.1975 - 

Nach Verlusten:

Mehrheit bei Anker Werken zu verkaufen

FRANKFURT - Drei Viertel des Grundkapitals der Anker-Werke AG, Bielefeld, liegen treuhänderisch bei der Dresdner Bank, bis sich ein Käufer dafür findet, der "gewillt und in der Lage ist, durch Erwerb dieser Beteiligung und aktive Einflußnahme auf die Geschäftsführung die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig zu fördern". Anker hatte 1974 einen Verlust gemacht, der erheblich über dem Grundkapital von 13 Millionen Mark liegt und Anfang 1975 ein vom Land Nordrhein-Westfalen verbürgtes Darlehen in Höhe von 50 Millionen Mark aufgenommen. Dieses Darlehen war von den Banken (Dresdner Bank und Bank für Gemeinwirtschaft) und dem Land nur unter der Bedingung gegeben worden, daß sich die Hauptaktionäre auch persönlich engagieren. Die Dresdner Bank hat deswegen treuhänderisch von den Großaktionären die Aktienmehrheit übernommen.

Die Anker-Werke, die nach dem Krieg etwa eine halbe Million Registrierkassen geliefert haben, besitzen in Deutschland 35 Prozent, in Italien 50 Prozent und in Europa insgesamt 25 Prozent Marktanteil. Kooperationsverträge mit Siemens, ICL (Vertrieb in England, Südafrika, Australien und Frankreich) sowie Honeywell (Koordination Anker-POS-Systeme und HB-Computer) sollen das Erreichen der Marktziele für 1980 sichern. Um das

Unternehmen zu sanieren, werden die ausländischen Vertriebsgesellschaften "gesundgeschrumpft" und die inländischen Vertriebsaktivitäten zum 1. Januar zentralisiert. Pläne auf der Produktseite: Einführung einer Programmiersprache für die elektronische Kasse ADS 27, der neuen Registrierkasse ADS 29 und der mit einem Bankterminal gestarteten Terminal-Serie ADS 28 und Neuorientierung beim Terminalsystem Modulflex. Pläne für die Fertigung: Serienproduktion systemfähiger EDV-Produkte, Konzentration auf feinmechanische Baugruppen für Elektronikerzeugnisse und Betriebsmittelfertigung als Zusatzaktivität. -py