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09.03.1979 - 

Insel Data Systems GmbH künftig Mael Computer GmbH:

Mehrplatzsystem soll Umsatzrechner werden

FRANKFURT (CW) - Das Klassenziel für 1978 nicht erreicht hat nach den Worten von Geschäftsführer Gianni Pistis, der Mitte letzten Jahres von Olivetti geholt wurde, die Insel Data Systems GmbH. Sie konnte ihren Umsatz nur um 10 Prozent auf -rund- 9 steigern. Die gesamte Firmengruppe mit dem Stammsitz in Carsoli bei Rom verzeichnete dagegen ein Mehr von 35 Prozent. Dafür will das Unternehmen, das sich in Kürze nach dem Namen seiner Systeme Mael Computer GmbH nennen wird, in diesem Jahr von zuschlagen: 40 Prozent Zuwachs nach Plan.

Dieses Ziel soll durch den Ausbau des Händlernetzes (zu den bisherigen zehn Generalvertretungen sollen mittelfristig noch 16 neue hinzukommen) durch neue Produkte und durch mehr Anwendersoftware erreicht werden.

Die Produktpalette reicht bisher von den Einzelplatzsystemen mit Bildschirm MAEL 1000, 2000 und 4000 bis zu dem Mehrplatz-Dialogsystem MAEL 5000 (künftig MAEL 5500). Auf der diesjährigen Hannover-Messe wird ein neues Mehrplatzsystem für den Vertrieb freigegeben. Es trägt die Bezeichnung MAEL 5300 und ist leistungsmäßig unter dem Spitzenmodell MAEL 5500 angesiedelt, aber mit diesem kompatibel. Die Zentraleinheit verfügt in der Grundausstattung über 64 KB Hauptspeicher (MOS), der in Stufen zu 32 KB bis auf 128 KB ausgebaut werden kann. Als Peripherie stehen bis zu drei Bildschirmarbeitsplätze (optional Arbeitsplatzdrucker), Disketten bis 112 MB Kapazität, Magnetplatten für 10 MB Kapazität und Drucker für 120 cps oder 200 lpm zur Verfügung. Für die Datenkommunikation gibt es zwei Asynchronanschlüsse sowie einen BSC-Anschluß. Gianni Pistis: "Die 5300 hat ein bahnbrechendes Preis-/Leistungsverhältnis. Sie wird ein ausgesprochener Renner werden." Die Grundkonfiguration mit 64 KB CPU, einem Bildschirmarbeitsplatz, einem Matrixdrucker 120 cps und zwei Diskettenlaufwerken zu je 1 MB kostet zirka 45 000 Mark.

Ebenfalls in Hannover präsentiert die künftige Mael Computer GmbH ein erweitertes System MAEL 1000. Neue Hardwarekomponenten und ein verbessertes Betriebssystem sollen den Ausbau des ursprünglich als Diskettenerfassungsplatz konzipierten Produkts zum autonomen Computersystem für die direkte Datenverarbeitung ermöglichen. Die Zentraleinheit ist in den Bildschirmarbeitsplatz integriert. Es sind zwei Datensichtterminals, zwei Diskettenlaufwerke, ein Magnetband 1600 bpi und ein Matrixdrucker anschließbar. Ein DFÜ-Anschluß ist vorhanden.

Von den bisherigen 1150 in Deutschland installierten Systemen (Wert rund 90 Millionen Mark) sind etwa 650 in der Baubranche eingesetzt. Das Standardpaket "Bau" von Mael umfaßt die Kalkulation (einschließlich Abrechnung), die Lohnabrechnung, die FiBu sowie die Geräte- und Betriebsabrechnung. Das Baugewerbe wird für absehbare Zeit der Einsatzschwerpunkt der System bleiben, doch will sich das Unternehmen verstärkt auch um andere Branchen, vor allem dem Handel, bemühen und entsprechende Anwendersoftware entwickeln. Mit MBP - Mathematischer Beratungs- und Programmierdienst GmbH, einer Hoesch-Tochter, wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, die sich vorläufig auf die Entwicklung von Anwendersoftware für den Baubereich beschränkt.