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24.10.1975 - 

Professor Dr. Wolfgang Händler über Feldrechner

"Meilenstein, aber nicht Ende einer Entwicklung"

Das Arbeitsgebiet Professor Dr. Wolfgan Händlers, Leiter des Instituts für "Mathematische Maschinen und Datenveraibeitung" an der Universität Erlangen -Nürnberg, ist Rechnerarchitektur. Eines der Projekte, an denen er beteiligt ist, betrifft den Assoziativen Feldrechner.

Die Mehrzahl der Anwender sei momentan noch nicht auf einen parallel arbeitenden Feldrechner eingestellt. Das sei auch weniger ein übliches Schulugsproblem, sondern eine Frage, inwieweit die von der gesamten menschlichen Sprachkonzeption her an sequentielle Verarbeitung gewöhnten Hirne auf parallele Verarbeiung umzuschalten in der Lage seien.

Leider kann zu einer Zeit immer nur ein Benutzer mit dem Rechne arbeiten, denn Multiprogramming gib es vorerst nicht. Ein solcher Rechne wird zum Beispiel im Forschungsbereich zeitlich nicht voll ausgenutz werden, das heißt, viele Totzeiten haben. Was nutzt es denn, wenn er bei seinen Spezialaufgaben einige tausendmal schneller ist als eine mittlere IBM 370 oder CDC 3300. Dementsprechend müsse die Entwicklung in der nächsten Zukunft dahin gehen, einen, Rechner zu entwickeln, der dies Nachteile, überwindet. In dieser Richtung gehen die Überlegungen, die an der Universität Erlangen angestellt werden und für deren Realisierung in den nächsten Jahren Geld vom BMFT beantragt wurde. Eine Alternative zu diesem Konzept der besseren Ausnutzung eines Array-Rechners sieht Professor Händler in der Schaffung großer Rechnernetze ähnlich dem ARPANET in den USA. Jeder Teilnehmer im Netz könne dann auch einen im Netz vorhandenen Feldrechner benutzen, wann immer er ihn braucht. Doch ist, wie immer bei Datenübertragung, die Post kostenmäßig mit von der Partie, und daran wird die Alternative vorerst scheitern.

Professor Händler läßt keinen Zweifel daran, daß zukünftige Großrechner-Generationen auf dem Feldrechner-Prinzip basieren werden.