Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.01.2007

Mein Bauch gehört Dir

Die Themen "Überwachungsstaat", "Privatsphäre" und "Datenschutz" zählen zu den geheimen Lastern vieler Tech-Journalisten: Man müsse schließlich die gutgläubige Bevölkerung vor den Hirngespinsten paranoider Staatsschützer bewahren (am Security-Check in Barcelona: "You have bottle? You must destroy it."). Leider stellt sich immer wieder heraus, dass sich das Volk (aka Lieschen Müller) einen Dreck um die ausufernden Kontrollen schert. Grob geschätzt beläuft sich der Anteil der Überwachungsgegner auf maximal zehn Prozent. Der Rest ist der Ansicht, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen und folglich auch nichts zu befürchten. Oder er hat keine Ahnung und möchte daran auch nichts ändern.

In Großbritannien, der europäischen Heimat der modernen Terrorangst, ist diese Einstellung nicht sehr smart. Dort sind zurzeit Body-Scanner ein Thema, die mit "Terahertz-Strahlen" (Perry Rhodan?) die Kleidung von Passanten durchdringen können, um versteckte Waffen aufzuspüren. Das Abbild des gescannten Menschen ähnelt einem 3D-Ultraschall vom Baby im Bauch der Mutter, nur dass der Fötus in der Regel keinen Sprengstoffgürtel trägt. In der Folge muss sich der ahnungslose Geschäftsreisende künftig darauf einstellen, an britischen Flughäfen von minderqualifizierten LeiharbeiterInnen für seinen fetten Ranzen und die mangelnde Selbstdisziplin in Ernährungsdingen aufs Übelste verhöhnt zu werden. Positiver Nebeneffekt: Frauen achten ganzjährig auf die Bikini-Figur. Ehrlich gesagt - den Preis würde ich sofort zahlen. Die ganze Datenschutz-Geschichte ist doch sowieso von der Presse aufgebauscht.