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Günstigere Breitband-Prognosen angezweifelt:


04.06.1982 - 

Meinungskrieg der LAN-Propheten

NORWALK (bi) - Lokale Netzwerke (LAN) auf Breitbandbasis werden im US Markt nicht erfolgreicher sein als Basisbandsysteme, wie zum Beispiel Ethernet. Das erklärte jetzt die International Resource Development Inc. (IRD) aus Norwalk, Conn. Breitband-LAN-Systeme propagiert unter anderem die Wang Laboratories Inc., Lowell.

Den in entgegengesetzte Richtung gehenden Vorhersagen etwa der Frost & Sullivan aus New York (siehe CW Nr. 12/82, Seite 1) widerspricht eine aktuelle, 160 Seiten starke Studie der IRD. Dieses Marktforschungsinstitut ist auf Telekommunikation spezialisiert. Nicht signifikant werde sich die Verbreitung der Breitbandsysteme auf den Markt der Basisbandsysteme auswirken. Der Report aus Norwalk mit dem Titel "Local Networks and Home Information Systems: The Cable Connection" resumiert, daß von den vermutlich sechs Millionen Knoten in lokalen Netzwerken im Jahr 1992 vier oder fünf Millionen auf Basisbandtechnik beruhen werden. Die Sullivan-Studie hatte für das Jahr 1989 die entgegengesetzte Aufteilung des Marktes von 22 Prozent für Basisbandnetze zu 78 Prozent für Breitbandnetze prognostiziert.

Zur Kennzeichnung der Technologiedifferenz pointiert IRD: Der einzige wirkliche Unterschied der Systeme sei die Art und Weise des Datentransports. In Breitbandsystemen würden die Daten auf einer oder mehreren Trägerfrequenzen "transportiert;" das Basisband sei "quasi" sein eigener Datenträger. Also könnten Breitbandnetze viele Signale "simultan" übertragen im Gegensatz zu Basisbandnetzen, die "nur ein Signal" übertragen könnten.

Für ein Unternehmen, das sich auf den Austausch von Post einfachen Dokumenten etc. beschränken könne, sei ein Basisbandsystem ausreichend, denn eine Ethernet-Installation mit 2000 Workstations könne über 5000 Seiten "Information" pro Angestelltem an einem Achtstundentag bewältigen.

Es gäbe nicht sehr viele Leute, (..) an einem Tag soviel Informationen produzieren, beziehungsweise verkraften können, meint Davis Foulger aus der Forschercrew des Instituts. Andererseits bestehe sehr wohl ein Bedarf auch für breitbandige Netze und zwar für solche Gesellschaften, die ein Video-Konferenzsystem installieren wollten zusammen mit einem lokalen Netzwerk, das Electronic Mail, Dokumente etc. verarbeitet.