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US-Peripheriegerätehersteller entkommt dem Spekulanten Edelman:


18.12.1987 - 

Memorex schnappt Datapoint Telex weg

NEW YORK (bk) - Die amerikanische Telex Corp. und die Memorex International N.V. werden ihre Geschäftstätigkeiten zusammenlegen und eine neue Gesellschaft gründen. Der Wert der Transaktion umfaßt mehr als 900 Millionen Dollar.

Das neue Unternehmen, dessen Gründung bereits Anfang des nächsten Jahres über die Bühne gehen soll, wird den Namen Memorex Telex N.V. tragen und sein Hauptquartier in Tulsa, Oklahoma, aufschlagen. Der Aufsichtsrat soll sich aus jeweils drei Mitarbeitern von Memorex und Telex zusammensetzen sowie dem größten Anteilseigner von Memorex. Der geschätzte jährliche Absatz der neuen Company liegt bei rund zwei Milliarden Dollar. Damit ist die Memorex Telex N.V. der größte Peripheriehersteller nach IBM. Weltweit wird der Marktanteil bei 20 Prozent liegen. Beide Partner rechnen durch die Zusammenlegung mit einem Synergie-Effekt, da Telex vor allem in USA stark vertreten ist, während Memorex eine gute internationale Organisation zu bieten hat. Dabei war bis zuletzt ungewiß gewesen, ob die Amerikaner das Angebot von Memorex vom 6. Dezember würden annehmen können. Erneut funkte nämlich der New Yorker Spekulant und Datapoint-Chairman Asher B. Edelman dazwischen, der nur wenige Tage nach der Memorex-Offerte Klage gegen Telex erhoben hatte. Edelman, der selbst seit zwei Monaten das Unternehmen mit Übernahmeangeboten bombardiert hatte, warf dem US-Peripheriegeräte-Hersteller vor, ihm seien Informationen über das Unternehmen vorenthalten worden, so daß die Banken ihm das Geld für die Transaktion verweigert hätten. Den anderen Telex-Interessenten indes seien diese Informationen gewährt worden. Nach zähen Verhandlungen wurde Edelman, so verlautete aus New Yorker Broker-Kreisen, "für seine Auslagen mit einer höheren einstelligen Millionen-Summe entschädigt", mit der Auflage jedoch, sich zehn Jahre lang nicht in Memorex- beziehungsweise Telex-Belange einzumischen.