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12.03.1999 - 

Mercury Interactive mit neuen Werkzeugen

Mercury Interactive mit neuen Werkzeugen R/3-Installationen auf Herz und Nieren testen

MÜNCHEN (as) - Mercury Interactive hat für SAP R/3 zertifizierte Testwerkzeuge entwickelt, mit denen sich Funktions- und Performance-Tests über den gesamten Lebenszyklus hinweg ausführen lassen. Auch können sie das Zusammenspiel fremder Applikationen mit R/3 überprüfen.

Bei der Anpassung und Implementierung von R/3 in die Unternehmensinfrastruktur sowie beim Upgrade von R/3-Versionen ist stets ein umfangreiches Testen vor der "LiveSchaltung" nötig. Mercury Interactive bietet hierfür nun eng in die Standardsoftware integrierte Werkzeuge, die nach eigenen Angaben als erste das SAP- Zertifikat für Release 4.0 erhalten haben.

Die Verwaltung des gesamten Testprozesses übernimmt der "Testdirector". Mit Hilfe der Software lassen sich manuelle und automatisierte Funktions- und Regressions- und Lasttests organisieren sowie Testszenarien laden und in einer Verzeichnisstruktur am Bildschirm darstellen. Ziel ist es, alle benötigten Testinformationen wie in einem Framework zusammenzutragen und für die weitere Auswertung in einem Repository bereitzustellen.

Grafiksymbole und Active Screens

Die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Systems und der angestoßenen Geschäftsprozesse übernimmt das Capture-Replay-Tool "Winrunner for R/3". Es setzt erstmals Mercurys neuentwickelte Quicktest-Technik ein, die Geschäftsprozesse nicht mit Hilfe konventioneller Testscripts, sondern über Grafiksymbole und interaktive Benutzeroberflächen (Active Screens) erfaßt und als Verzeichnisstruktur aufbereitet. Die bildliche Darstellung soll es auch weniger erfahrenen Anwendern ermöglichen, Testszenarien zu entwerfen.

Zu Beginn des Testprozesses navigiert der Anwender durch die Standardsoftware, während Winrunner seine Interaktionen aufzeichnet und grafisch in einem Verlaufsdiagramm präsentiert. Die gesamten Geschäftsprozeßdaten werden in einem Excel-ähnlichen Spreadsheet gespeichert und dienen als Input für die Testplanung und Testgenerierung. Nachdem ein Geschäftsprozeß ausgewählt worden ist, können einzelne Komponenten wie etwa Felder oder Tabellen durch Marken (verification points) gekennzeichnet werden, um ihre Funktionsfähigkeit eingehender im Verlauf der Tests zu überprüfen. Alle Unterschiede zwischen den erwarteten und tatsächlichen Ergebnissen werden schließlich in einer Übersicht zusammengestellt und für weitergehende Fehleranalysen archiviert.

Des weiteren können mit Winrunner Testscripts wiederverwendet und neue Szenarien automatisch erstellt werden, wenn zu einem späteren Zeitpunkt Anpassungen oder Upgrades für R/3 nötig sind.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Erweiterungen zum R/3-System wie Anwendungen von Drittanbietern für Sales Force Automation oder Helpdesk bei den Infrastrukturtests zu berücksichtigen. Winrunner setzt hierzu auf einer offiziellen Bapi-Schnittstelle des R/3- Systems auf, die Partnern der SAP den direkten Zugriff auf das R/3-Dialogprotokoll (Automatisierungsschnittstelle) gestattet.

Tests von Benutzeroberflächen

Speziell für E-Commerce-Anwendungen, die künftig auch verstärkt R/3 anbinden werden, steht zusätzlich "Winrunner Webtest" zur Verfügung. Dieses bietet laut Hersteller eine volle Unterstützung für den Test von Präsentationslayern, die Frames, Java Applets, Javascript, Javabeans, Secure Sockets Layer (SSL) und digitale Zertifikate verwenden.

Die mit Hilfe von Winrunner generierten Testscripts lassen sich ohne Modifikationen auch für Last- und Performance-Tests nutzen. Mercury bietet hierzu das Tool "Loadrunner for R/3", das laut Hersteller von zentraler Stelle aus die Aktivitäten Tausender R/3- Anwender simulieren kann. Die Tests können als Belastungsproben für das Gesamtsystem, die beteiligten Clients, die Applikations-, Datenbank- oder Web-Server gestaltet sein. Dabei mißt Loadrunner die Performance einzelner Geschäftsprozesse oder solche in verteilten Umgebungen, überprüft die Systemintegrität und meldet "bottlenecks". Auch mit Loadrunner kann über das SAP-Bapi zudem die Integration von R/3 innerhalb einer umfassenden Unternehmensarchitektur getestet werden.

Performance-Kontrolle über die Systemgrenzen

So überprüft das Tool die Interoperabilität von Schnittstellen zwischen R/3 und E-Business-Anwendungen sowie zu Standardsoftware anderer Hersteller. Außerdem kann das Zusammenspiel zwischen dem SAP-System und Anwendungen mit Java- oder Web-basierten Interfaces mit Hilfe von Loadrunner näher untersucht werden. Dabei wird etwa der Datenverkehr via HTTP-Protokoll aufgezeichnet und ausgewertet oder das Laufzeitverhalten in unterschiedlichen Systemumgebungen bei Tausenden virtuellen Endbenutzern simuliert. Die Ergebnisse werden als Diagramme und Berichte zusammengefaßt und lassen sich laut Hersteller einfach in Word, Excel oder Lotus 1-2-3 exportieren.