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Mit Software-Tools unnötige Ausgaben vermeiden und Fehler beseitigen


17.05.2002 - 

Mercury Interactive setzt auf den RoI-Nachweis

MÜNCHEN (sp) - Mehr als 500 Milliarden Dollar jährlich vergeuden Unternehmen durch Fehlinvestitionen im IT-Bereich, haben die Analysten von Gartner errechnet. Abhilfe könnten hier unter anderem die Testing- und Monitoring-Lösungen von Mercury Interactive schaffen, mit denen sich die Ausgaben für Hard- und Software nachweislich senken lassen.

"Wir gehen die fünf größten IT-Probleme an: Kosten, Systemverfügbarkeit, Geschwindigkeit, Time-to-Market-Zeiten und Sicherheit", beschreibt Karsten Ludolph, Geschäftsführer von Mercury Interactive Zentraleuropa, die Ausrichtung seines Unternehmens. Einsparpotenzial bestehe vor allem im Hardwarebereich. So sei das Equipment in 70 Prozent der Fälle um mindestens 50 Prozent überdimensioniert.

Auch fehlerhafte Anwendungen kommen die Anwender teuer zu stehen. Einer Studie von Accenture zufolge entstehen durch Softwarefehler jährlich Kosten in Höhe von 170 Milliarden Dollar. Laut Ludolph sind solche Probleme zu 60 Prozent auf Anwendungsebene und zu 40 Prozent auf Defizite in der Infrastruktur, speziell in Netzwerk- und Sicherheitskomponenten, zurückzuführen. Neue Anwendungen erreichten beim ersten Einsatz im Schnitt nur 15 Prozent ihrer vorgesehenen Kapazität. Und 98 Prozent aller als betriebsbereit geltenden Web-Applikationen seien beispielsweise anfällig für Stabilitäts- und Performance-Probleme. "Viele Anwendungen wurden während des Internet-Booms ,quick and dirty'' entwickelt, um kurze Time-to-Market-Zeiten zu gewährleisten", erklärt Ludolph. Dadurch seien heute zahlreiche fehlerhafte oder unnötig langsame Systeme im Einsatz. Die Folgekosten sind immens: Laut Accenture wurden im vergangenen Jahr allein in Deutschland rund 65 Milliarden Euro ausgegeben, nur um die Fehler zu beseitigen.

Produkte im Bereich Application Performance Monitoring (APM), mit denen Mercury rund 23 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, sollen Bugs und Optimierungsmöglichkeiten schnell und kostengünstig ausfindig machen. Ein Beispiel ist die Simulation von End-User-Prozessen durch Programme, mit denen sich Wartezeiten messen lassen. Ludolphs Vision: "Irgendwann hat der CIO nur noch einen Bildschirm, der ihm den gegenwärtigen Zustand der gesamten IT anzeigt." Der Bedarf an APM-Software sei riesig: "Rechenzentren garantieren zwar die Verfügbarkeit - doch ab wann gilt ein System als nicht verfügbar?"

Auch mit Tools zum Testen von Unternehmens- und Web-Anwendungen, auf die etwa 75 Prozent der Gesamteinnahmen von Mercury Interactive entfallen, lässt sich der Return on Investment (RoI) erhöhen. Einer Analyse von IDC zufolge konnte die Fondsgesellschaft Oppenheimer durch den 227000 Dollar teuren Einsatz von Last- und Funktionstestlösungen rund 3,1 Millionen Dollar einsparen. Der Berliner Verband Öffentlicher Bibliotheken erzielte durch die Mercury-Tools Einsparungen von rund einer Million Euro.

Angesichts der weltweiten Konjunkturflaute bietet das Geschäft mit Testing-Software viel Potenzial. Laut Ovum soll der Markt bis 2005 um 30 Prozent wachsen. Momentan ist der Umsatz von Mercury allerdings rückläufig: Im dritten Quartal hat das Unternehmen 90,5 Millionen Dollar eingenommen - im Vorjahr waren es noch 90,7 Millionen Dollar. Auch der Nettogewinn sank von 16,1 Millionen auf 15,2 Millionen Dollar. "Natürlich haben auch wir den Investitionsstau zu spüren bekommen", räumt Ludolph ein. Zudem verschärfe sich der Wettbewerb speziell im Testing-Bereich zusehends.

Dank seines Portfolios ist Mercury für zunehmende Konkurrenz jedoch gewappnet, ist der Manager überzeugt: "Testing-Anbieter wie Compuware und Rational entwickeln keine Monitoring-Produkte, während unsere Wettbewerber im Monitoring-Markt, BMC und Tivoli, kein Testing machen." Der Europa-Chef gibt sich daher zuversichtlich, dass die Einnahmen in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bis 2005 soll es eine Milliarde Dollar sein. Allerdings sei das kein offizielles Umsatzziel, sondern "nur eine Vision".