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Mercury Interactive stellt Load Runner vor Client-Server-Workload wird auf einer Workstation emuliert

04.03.1994

MUENCHEN (qua) - Automatisches Blackbox-Testing von Client-Server- Anwendungen ist die Aufgabe, die die Mercury Interactive Corp., Santa Clara, mit dem Unix-basierenden Werkzeug Load Runner loesen will. Neu im Angebot des kalifonischen Software-Anbieters ist auch eine Windows-NT-Ausfuehrung des Testroboters Runner.

Mit den Produkten "Win Runner" und "X Runner" ist Mercury Interactive bereits im Markt etabliert. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen von dem Windows-Werkzeug bereits mehr als 7000 Lizenzen vergeben. Der unter den Unix-Varianten von Sun, HP, DEC, IBM, SNI und Silicon Graphics lauffaehige X Runner sei sogar ueber 10 000 mal installiert.

Durch "Win Runner/NT" bekommt die Palette der unterstuetzten Betriebssysteme einen weiteren Farbtupfer. Die Nutzungsgebuehr fuer das Windows-NT-Werkzeug betraegt rund 10000 Mark pro Arbeitsplatz.

In der Pipeline befinden sich darueber hinaus ein "OS/2 Runner" sowie ein "Mac Runner". Diese Plattform-Vielfalt unterscheidet das Mercury-Interactive-Angebot beispielsweise von dem nur fuer Windows verfuegbaren Konkurrenzporodukt "SQA-Team Test", das in Deutschland von der Milestone Software GmbH, Neuss, sowie von Performance Software, Duesseldorf, vertrieben wird.

Mit seinem Konzept der "Automated Software Quality" (ASQ) will Mercury Interactive nicht primaer die Programmierer, sondern die Mitarbeiter in der Qualitaetssicherung ansprechen. Jedes der fuer grafische Benutzeroberflaechen konzipierten Produkte aus der "Runner"-Familie dient dazu, das Verhalten einer Software- Applikation mit bereits ausgetesteten Ablaeufen zu vergleichen. Eine wichtige Funktion erfuellen solche Werkzeuge beispielsweise beim Wechsel auf ein neues Release, wo sich bei der Beseitigung von Bugs oft neue Fehler einschleichen.

Fuer den Load Runner ist nicht nur die Konsistenz von Verhaltensmustern, sondern auch der Durchsatz unter voller Systembelastung ein Testkriterium. Das Werkzeug emuliert auf einer oder auf mehreren vernetzten Unix-Workstations die Realbedingungen eines Client-Server-Systems, indem es Testszenarios mit einer unterschiedlichen Anzahl von Clients emuliert. Der Anbieter spricht in diesem Zusammenhang von einer "Virtual-User-Technik". Die Lizenz fuer einen Controller und 25 virtuelle Benutzer schlaegt mit 125000 Mark zu Buche.

Anbieter seit Herbst '93 an der New Yorker Boerse

Wie Helmut Philipp, Geschaeftsfuehrer der Mercury Interactive GmbH, Holzkirchen, erlaeutert, ist das Konzept des automatischen Blackbox-Tests vor allem fuer Software-Unternehmen sowie fuer Anwenderunternehmen mit grossen Software-Abteilungen interessant. So verzeichnet die Referenzkunden-Liste denn auch eine Reihe illustrer Namen - darunter SAP und Software AG, SNI und IBM, Oracle und Microsoft sowie Lufthansa, BMW, Volkswagen, Dresdner Bank und Merrill Lynch.

Mercury-Interactive-Aktien werden seit Herbst vergangenen Jahres an der New Yorker Boerse gehandelt. 1993 setzte das erst vor vier Jahren gegruendete Unternehmen mit 210 Mitarbeitern rund 40 Millionen Dollar um.