Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.06.2003 - 

IT-Abteilung errechnet Kostenvorteile

Merrill Lynch sympathisiert mit Linux

MÜNCHEN (CW) - Die IT-Abteilung von Merrill Lynch hat ausgerechnet, dass die Nutzung von Linux auf Mainframes und Thin Clients gegenüber der bisherigen Verwendung von Unix und Windows auf Servern und Desktops die DV-Kosten drastisch senken würde. Doch das Management zögert noch mit der Entscheidung zur Migration.

Die IT-Abteilung von Merrill Lynch, Global Technology & Services, favorisiert aus Kostengründen eine weitgehende Umstellung auf Linux. Auf dem Linux Enterprise Forum erklärte ihr stellvertretender Chef, Mark Snodgrass, eine Berechnung der laufenden Betriebskosten sei zu Gunsten von Linux ausgefallen. Gegenüber der bisherigen Client-Server-Architektur komme eine Rezentralisierung mit Linux auf Mainframes mit virtuellen Maschinen deutlich billiger. Entscheidend seien dabei nicht nur die niedrigeren Lizenzkosten von Open-Source-Software, sondern vor allem der insgesamt deutlich geringere Administrationsaufwand.

Linux kann fast alles

Ohne detaillierte Angaben zu machen, deutete Snodgrass an, dass beispielsweise die File-Systeme auf Windows-Servern zur Disposition stehen, weil sie sehr hohe Administrationskosten verursachten. Auch über diese klassische Linux-Nutzung hinaus favorisiert Merrills IT-Organisation Open-Source-Software. Snodgrass: "Es gibt nicht viele Anwendungen, die mehr verlangen, als Linux uns bietet."

So habe die Abteilung vorgeschlagen, Microsoft Exchange durch eine gleichwertige Linux-basierende Anwendung zu ersetzen. Diese Lösung hätte die Kosten für Groupware-Anwendungen um 70 bis 80 Prozent reduziert. Aber das Management von Merrill Lynch mochte sich nicht zu einer Migration durchringen. Es beschloss stattdessen, die Administration von Exchange per Outsourcing auszulagern.

Snodgrass zeigte sich gleichwohl entschlossen: "Wir haben alles durchgerechnet. Wir sind eine Bank, und wir kennen unsere Zahlen." Derzeit werde in einem Pilotprojekt untersucht, welche Fat Clients sich auf Linux-basierende Thin Clients umstellen lassen. Server-basierende Applikationen sollen den Administrationsaufwand verringern. (ls)