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26.08.1994

MES soll Messaging und Workflow integrieren Mit Touchdown will Microsoft nun Notes-Kunden gewinnen

MUENCHEN (hi) - Die Integration von E-Mail und Workflow, so das ehrgeizige Ziel, soll Microsofts "Exchange Server" (MES) kuenftig bewaeltigen. Die Client-Server-Loesung mit dem Codenamen "Touchdown" befindet sich momentan in der technischen Betaphase und soll zum zweiten Quartal 1995 auf den Markt kommen.

Der als Client-Server-Plattform fuer Messaging- und Groupware- Anwendungen konzipierte MES verfuegt nach MS-Angaben ueber eine integrierte Benutzeroberflaeche fuer E-Mail, Gruppen-Terminplanung, elektronische Formulare, Faxsendungen und Voicemail. Ferner bietet er Zugriff auf Online-Dienste sowie das Internet. Mit Features wie automatischer Replikation der Daten legt Microsoft den Fokus des Produkts auf den Bereich der Enterprise Networks. Ein Bemuehen, das durch die Unterstuetzung von X.400, X.500, einem SMTP-Connector sowie durch zahlreiche Gateways wie zum Beispiel zu IBMs Profs/Office Vision untermauert wird. Ebenso soll PPP fuer den Remoten Dial-in-Access in das auf dem Windows NT Advanced Server aufbauende Tool integriert sein.

An Clients unterstuetzt der zentral verwaltbare Exchange Server PCs, die unter Windows - eine Integration des Clients in die naechste Windows-Version Chicago ist geplant -, MS-DOS oder Unix laufen, sowie Apple-Macintosh-Rechner. Die Kommunikation kann dabei ueber Netzwerkprotokolle wie IPX/SPX, Netbios, TCP/IP oder Appletalk erfolgen, so dass der Server in bestehende Netze eingebunden werden kann. Entsprechende Migrations-Tools sollen dabei den Wechsel von bisherigen Mail-Systemen auf die neue Plattform erleichtern und die bereits vorhandene E-Mail-Datenbank konvertieren.

Allerdings sieht Christiane Ritter, Business Development Manager bei Microsoft, den MES nicht als reines Messaging-Tool - hier haben die klassischen Mail-Systeme weiter ihre Bedeutung -, sondern als Werkzeug zur Integration der Informationsverteilung

(E-Mail) und -organisation (Workflow). So wundert es kaum, dass Microsoft mit Touchdown vor allem auch Grosskunden ansprechen will, die von Lotus Notes enttaeuscht sind.

Obwohl Microsoft den MES in Deutschland erst im Herbst in einen breiter angelegten Betatest schicken wird, hat man bereits heute Notes den Kampf angesagt, denn die Preise fuer die Clients, so Ritter, "werden sich deutlich unter Notes-Niveau bewegen".