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17.09.1993

Messefazit: 232 Aussteller und knapp 11 000 Besucher Die Leipziger BIK kaempft noch mit grossen Startschwierigkeiten

LEIPZIG (ms) - Bei ihrer Premiere im letzten Jahr hatte die Leipziger Messe GmbH mit der Fachmesse fuer Buero- und Kommunikationstechnik (BIK) nicht viel Glueck. Mit dem diesjaehrigen Ergebnis scheint der Veranstalter zufrieden zu sein.

Mit einem "Es haette schlimmer kommen koennen" resuemiert der Pressechef des saechsischen Messeveranstalters, Harald Taglinger, das Ergebnis der BIK +93, die parallel mit der Computergraphics (CAMP) vom 7. bis 11. September in Leipzig stattfand. 10 800 Besucher zaehlte die Veranstaltung, die dieses Jahr zum ersten Mal ausserhalb der traditionellen Leipziger Messe stattfand. Ein Vergleich zum Vorjahr, in dem die erste BIK im Rahmen der jaehrlichen Traditionsveranstaltung zum ersten Mal stattfand, liesse sich deshalb nicht anstellen. Auf einer Bruttoausstellungsflaeche von 13 000 Quadratmetern praesentierten 232 DV-Firmen - davon 124 aus den neuen Laendern und 30 aus Osteuropa - Hard- und Softwareloesungen fuer den Mittelstand.

Waehrend IBM unter anderem die neueste Variante seines Betriebssystems OS/2 2.1 vorstellte, Siemens-Nixdorf die bereits in Hannover gezeigten PCs anbot und das ostdeutsche Unternehmen PC-Ware Windows NT von Microsoft praesentierte, hofften die Aussteller aus Russland, Lettland und der Tschechischen Republik mit ihren Angeboten neue Geschaeftspartner zu finden.

Ansonsten machte die BIK eher einen ruhigen Eindruck. Auch das Praesentationsgeschenk von Big Blue - der 1000ste Besucher und jeder weitere 5000ste konnten einen PS/1-Rechner mit Drucker mit nach Hause nehmen - lockte nicht mehr Interessenten an. Daran sei nicht nur die wirtschaftliche Lage in den ostdeutschen Laendern schuld, war zu hoeren. Allgemein "bleibt das wirtschaftliche Umfeld der deutschen buero- und informationstechnischen Industrie schwierig", urteilt der Fachverband der Informationstechnik.

Positive Impulse seien aber vor allem vom Ausbau der infor- mations- und kommunikationstechnischen Infrastruktur in den neuen Laendern zu erwarten. Trotz der "allgemeinen Eintruebung" rund um die DV-Szene erhofft sich der Vorsitzende des Bundesverbands Vertriebsunternehmen Buero-, Informations- und Kommunikationstechnik e. V. (BVB), Senator Rudi Haeussler, von Leipzig und der BIK ein "Erfolgssynonym" fuer die Buerobranche. Eine fruehere "westliche Fehlentwicklung" haette zu einer Vielzahl von "Feld-, Wald- und Wiesenmessen" gefuehrt. Dem wolle man kuenftig mit fachlich-spezialisierten Regionalmessen begegnen.