Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Wachstum wird sich in engen Grenzen halten:


21.06.1985 - 

Meßtechnik klagt über Ingenieurmangel

FRANKFURT (ad) - Vor dem Hintergrund sinkender Wachstumsraten werden In zunehmendem Maße die Unternehmen der Meß- und Automatisierungsbranche mit personellen Engpässen konfrontiert.

Wie Dieter Hornemann, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbandes Meßtechnik und Prozeßautomatisierung in Frankfurt, gegenüber der Computerwoche mitteilte, ist der Markt qualifizierter Fachkräfte in diesen bei den Sektoren "praktisch leergefegt" und eine Entspannung sei kurzfristig "nicht zu erwarten, da noch auf die Absolventen der Hochschule und Universitäten gewartet" werde."

Wie Hornemann weiter verlauten ließ, habe die vor zwei Jahren von ZVEI in die Wege geleitete Förderungsmaßnahme für Interessenten eines Elektro-Ingenieurstudiums zwar eine starke Akzeptanz gefunden, doch seien "die Leute, auf die die Unternehmen warten, noch immer in der Ausbildung. So fehlen in technisch-dynamischen Branchen Fachkräfte, um der Nachfrage gerecht zu werden".

Die Branche rechnet für dieses Jahr mit reduzierter Expansion. Vor allem sei die künftige Entwicklung des Dollarkurses ein gewichtiger Unsicherheitsfaktor. Immerhin konnte das Produktionsvolumen innerhalb der Bereiche Meßtechnik und Prozeßautomatisierung im vergangenen Jahr laut ZVEI-Angaben um 19 Prozent auf nunmehr 9,8 Milliarden Mark ausgeweitet werden.

Nach Hornemanns Worten gingen von der Automatisierung im Bereich der Fertigung starke Impulse aus, am intensivsten sei jedoch die Auslandsnachfrage gewesen. Das Exportvolumen erfuhr dabei eine Steigerung um rund 20 Prozent und ist jetzt bei rund sechs Milliarden Mark angesiedelt. Für diese Entwicklung sind nach ZVEI-Meinung drei Faktoren verantwortlich: Der derzeit hohe Dollarkurs, die deutlich gestiegene Investitionstätigkeit in wichtigen Industrieländern und nicht zuletzt die umfassende Angebotspalette der bundesdeutschen Hersteller.