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15.12.2000 - 

Siemens stellt Version 6.0 von Dirx vor

Meta Directory soll Informationen aus Verzeichnissen zusammenführen

MÜNCHEN (ave) - Ein umfassendes Firmenverzeichnis, über das alle wichtigen Daten von Mitarbeitern oder Netzressourcen unternehmensweit abrufbar sind, verspricht Siemens mit seinem Meta Directory "Dirx". Es soll unterschiedliche, bislang separate Directory-Informationen zusammenführen.

Größere Unternehmen wissen die Vorteile zu schätzen, die ihnen ein Verzeichnisdienst wie das "E-Directory" von Novell bringen kann: Es hält alle möglichen Informationen zu Anwendern, Rechnern oder sonstigen Komponenten oder Services zentral im Netz vor. Von Vorteil ist dabei, dass Daten wie E-Mail-Adressen, Netzwerkkennungen oder Benutzerprofile für verschiedene Anwendungen auch aus dem Directory heraus genutzt werden können. Das erlaubt etwa, Mitarbeitern im Unternehmensnetz das Single-Sign-on zu ermöglichen. Die Identität des Users wird nur einmal gegenüber dem Directory überprüft. Verlangt danach ein bestimmtes Programm noch einmal eine Authentifizierung, wird diese ohne erneutes Zutun des Anwenders durch das Verzeichnis erteilt.

Gerade in großen Firmen sind mehrere Directories aber inzwischen keine Seltenheit mehr. Ob es sich dabei um ein Personal-Management-System innerhalb von SAP R/3 handelt oder ein Adressverzeichnis von "Exchange" oder "Notes" - eine ganze Reihe von Informationen liegen mehrfach vor. Die IT-Abteilung steht vor der Aufgabe, die Einträge zu pflegen, was von der Eingabe von Neuzugängen über Veränderungen innerhalb der Organisation bis zum Löschen nicht mehr vorhandener Mitarbeiter oder sonstiger Ressourcen reicht. Der Meta-Directory-Ansatz möchte Unternehmen helfen, die zahlreichen Fehlerquellen zu vermeiden. Pro Mitarbeiter, Service oder Komponente wird nur noch ein Eintrag angelegt, der die Informationen für die darunter liegenden Verzeichnisse beinhaltet. Spezielle Software, so genannte Konnektoren, sorgen für den reibungslosen Datenaustausch. Sie reichen Änderungen, die in einem Verzeichnis gemacht wurden, an daran angeschlossene Directories weiter. Erfreulich daran ist, dass dies in beiden Richtungen erfolgt.

Mehrere Anbieter tummeln sich auf der Meta-Directory-Spielwiese. Neben Herstellern wie Netscape oder Critical Path arbeiten auch Novell und Microsoft an entsprechenden Lösungen. Siemens ist ebenfalls mit von der Partie: Das Unternehmen hat unlängst neue Ergänzungen seiner Dirx-Produktpalette vorgestellt. Das Herzstück davon, der "Dirx-Server", liegt nun in der Version 6.0 vor. Neu hinzugekommen ist ein Memory-Cache, der laut Siemens Tausende gleichzeitige Zugriffe ermöglicht. Die Skalierbarkeit der Komponente soll "nahezu unbegrenzt" sein, so dass auch Ansprüche von Telekommunikationsanbietern oder Internet-Service-Providern (ISPs) befriedigt werden können.

Der Datenaustausch zwischen einzelnen Servern des Meta-Verzeichnisses erfolgt über das Protokoll Secure Sockets Layer/Transport Layer Security (SSL/TLS). Außerdem hat Siemens sein Produkt in das Authentifizierungskonzept von Windows 2000 integriert. Peter Schmitter, Leiter der Business Unit Meta Directories bei Siemens, hebt daneben Neuerungen im Bereich des "Dirx-Meta-Hub"-Servers hervor, der für die Kommunikation mit anderen Verzeichnisdiensten sorgt. Dazu greift er auf spezielle Meta-Agenten zurück, die es bislang für die Anknüpfung an das HR-Modul von SAP R/3, Siemens'' eigene Produkte "Hicom DMS" und "DS-Win", Novells NDS, Lotus Notes, MS Exchange NT sowie Windows 2000/ Active Directory Services (ADS) gab. Diese werden nun durch Agenten für "IBM RACF", die Customer-Relationship-Management-(CRM-) Lösung von Siebel und Peoplesofts HR-Komponente ergänzt. Die Unterstützung für Oracles "Internet-Directory-Server" und den Verzeichnisdienst der Sun-Netscape-Allianz Iplanet soll laut Siemens noch diesen Monat hinzukommen.

Hervorzuheben ist daneben die neue XML-Schnittstelle, durch die Dirx den Anforderungen moderner E-Business-Systeme gerecht werden soll, sowie ein Software Development Kit (SDK), die Entwicklung eigener Agenten erlaubt.

Der Zugriff auf die Daten im Verzeichnis kann via Browser, eine 32-Bit-Windows-Software, mobil über WAP-Handy oder sprachgesteuert erfolgen.

Abb: Ein Meta-Directory ermöglicht den Zugang zu Informationen in verschiedenen Verzeichnissen innerhalb einer Organisation sowie deren Administration von einer Stelle aus. Quelle: Siemens