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Aktie der Woche

Metabox: Rette sich, wer kann!

22.09.2000
Von Stephan Hornung*

Beim Hersteller von Set-top-Boxen Metabox bahnt sich nach Infomatec der nächste Skandal am Neuen Markt an. Nachdem vor einigen Wochen mehrere Großaufträge gemeldet wurden, stieg die Aktie explosionsartig an. Nun mehren sich jedoch die Zweifel an der Erfüllung dieser Aufträge. Der größte gemeldete Auftrag über 1,8 Millionen Stück mit dem Konsortium Inter-Nordic konnte bis heute noch nicht abgeschlossen werden. Der Letter-Of-Intent sollte ursprünglich bis zur Hauptversammlung Ende Juli in einen echten Auftrag umgewandelt werden. Nun ist die Frist auf Oktober verlängert worden. Dagegen ist der Auftrag über 16000 Boxen mit der südafrikanische Eagle International bereits geplatzt. Aufgrund der mangelnden Liquidität des Geschäftspartners "verzichtet" Metabox nun auf zehn Millionen Mark Umsatz. Diese wenig glaubhafte Darstellung kommt einem irgendwie bekannt vor. Bei weiteren Aufträgen kann es laut Vorstand ebenfalls zu Verzögerungen kommen. Zudem kritisiert der Informationsdienst "instock" die Bilanzierungspraktiken der Hildesheimer. So wurde beispielsweise kurz vor Jahresende noch die Armstrad Distribution GmbH übernommen. Nur dank dieser Akquisition konnte der geplante Umsatz von 40 Millionen Mark noch erreicht werden. Insgesamt gibt es berechtigte Zweifel an der Seriosität des Unternehmens. Anleger sollten die Aktie vorerst meiden.

* Die Autoren sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.