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21.01.2000 - 

Rund 100 Angestellte landen auf der Straße

Metacreations trennt sich von seinem Kerngeschäft

MÜNCHEN (CW) - Die Grafiksoftware-Firma Metacreations steht vor einem drastischen Umbruch: Der Chef wechselt, ein Großteil der Belegschaft wird abgebaut, und der Bereich der Grafiksoftware soll verkauft werden. Der neue Fokus des Unternehmens liegt auf Visualisierungswerkzeugen für das Web.

Das vergangene Jahr stand für die kalifornische Firma unter keinem guten Stern. Erst verließ der Gründer Kai Krause das Unternehmen, danach wurden die Consumer-Tools "Super Goo", "Photo Soap 2" und "Power Show" für rund 3,6 Millionen Dollar an den Hersteller Scansoft abgestoßen. Jetzt gab Metacreations bekannt, dass für das laufende Quartal ein Verlust von bis zu 42 Millionen Dollar erwartet wird.

Als Folge der roten Zahlen müssen rund 100 der insgesamt knapp 250 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Die deutsche Niederlassung in München mit fünf Angestellten wird wahrscheinlich geschlossen. Zu den Verliereren der Umstrukturierung zählt auch Gary Lauer, der bisherige CEO der Firma. Mark Zimmer, Leiter der Business Graphics Division, soll die Nachfolge antreten, sein ehemaliger Geschäftsbereich wird verkauft.

Nach eigenen Angaben konzentriert sich das Unternehmen in Zukunft auf einen vermeintlich lukrativen Markt, nämlich auf Visualisierungs-Tools für den elektronischen Handel. Schon seit einiger Zeit arbeitet Metacreations an der Lösung "Metastream", mit der 3D-Objekte im Internet übertragen werden können. Surfer können mittels eines Plugins die Objekte beliebig drehen und zoomen. Einen Boom erhofft sich das Unternehmen vor allem durch die steigende Verbreitung von Produktkatalogen im Web.

Die neue Version 3.0 von Metastream soll im ersten Quartal dieses Jahres in den Handel kommen. Mit der Grafiksoftware wird es laut Anbieter möglich sein, verschiedene Datentypen mit den 3D-Modellen zu koppeln. Hierzu zählen unter anderem Audio- oder Video-Files, mit denen die ausgestellten Produkte angereichert werden können.