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21.11.1975 - 

ACM-Kongreß über Software-Management

Methoden-Mix - ein Alptraum

MINNEAPOLIS - Als Alptraum bezeichnete George P. DiNardo eine Mischung von konventionellem und strukturiertem Aufbau eines Programmes. Der DV-Leiter der Mellon-Bank in Pittsburgh, der beim Jahrestreffen der Association for Computing Machinery (ACM) sprach, hält das strukturierte Programmieren für eine "Art von Disziplin" - aber nur für eine

von mehreren möglichen Techniken, um die Produktivität in der DV-Abteilung zu steigern.

Als Beispiel berichtete DiNardo davon, daß die Bank 135 Programmierer im Umgang mit der "Time Sharing Option (TSO) Symbolic Debug Facility" trainiert und dadurch die Produktivität um rund 100 Prozent gesteigert hätte. Die Testlaufe seien um 50 Prozent zurückgegangen und die Programme früher als erwartet fertig geworden

Die strukturierte Programmierung hat - so DiNardo - viele verschiedene Aspekte: "Weil die Programmierer genau wissen müssen, was sie tun sollen, kann ich ihnen, ohne vorher lange zu planen, keine neuen Arbeiten mehr übertragen. Das ist gut für beide Seiten." Der Amerikaner empfahl, zunächst mit Top-Down-Design zu beginnen: "Die Programmierer sind eher bereit, strukturiert zu arbeiten, wenn sie erkennen, wieviel Klarheit die analoge Top-Down-Design-Methode auf dem nächsthöheren Niveau der Systementwicklung bringt." DiNardo wünschte sich einen Bericht mit konkreten Zahlen darüber, wieviel sich bei der Programmentwicklung denn exakt durch strukturiertes Arbeiten eigentlich sparen lasse.

Leon Presser von der University of California, Santa Barbara, kritisierte auf der gleichen Veranstaltung die Undurchsichtigkeit der bisherigen Programmentwicklung und das häufige Fehlen historischer Daten als Ausgangspunkt für einen sinnvollen Vergleich der Methoden.