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16.07.2004 - 

Erste Rollout-Phase startet im November

Metro: Aus dem RFID-Spiel wird Ernst

MÜNCHEN (lex/qua) - In Neuss hat die Metro Group ein "RFID Innovation Center" eröffnet. Dort können Vertriebslinien, Technologiepartner und Lieferanten mit den Möglichkeiten der Funkfrequenztechnik "spielen". Ernst wird es dann ab November, wenn die ersten 20 Metro-Partner die Distributionszentren mit RFID-Paletten beliefern sollen.

Gleich seinen Mitbewerbern Wal-Mart und Tesco erhofft sich das weltweit fünftgrößte Handelsunternehmen eine deutliche Verbesserung seiner Lieferkettenprozesse durch die Radio Frequency Identification (RFID). Um die Potenziale dieser Technik gemeinsam mit den Partnerunternehmen ausloten zu können, hat Metro im 1300 Quadratmeter großen Kaufhof-Lager Neuss-Norf ein Testlabor eingerichtet. Dort lassen sich unterschiedliche Supply-Chain-Szenarien durchspielen: So wurden Einkaufsstätten für Bekleidung und Lebensmittel nachgebildet sowie eine komplette Lieferkette simuliert. Die Warenein- und -ausgangstore des Kaufhof-Lagers stehen als RFID-Gates zur Verfügung. Zudem offerieren Mitarbeiter der Metro und der teilnehmenden Technologielieferanten - unter anderen SAP, Intel und NCR, aber auch Spezialanbieter wie Avery Dennison, Intermec und Checkpoint - Informationen sowie Schulungen.

Federführend beim Aufbau des Centers war die IBM-Abteilung Business Consulting Services, die insbesondere für das Projekt-Management verantwortlich zeichnete. Außerdem kommt nach Metro-Angaben für die Vernetzung und Integration der RFID-erzeugten Daten die IBM-Software der "Websphere"-Familie zum Einsatz. Insgesamt sind in die RFID-Vorhaben der Metro zwölf verschiedene IBM-Bereiche involviert.

Ab November will Metro die Funkfrequenzerkennung in einem ersten Praxistest über die gesamte Lieferkette hinweg einsetzen - zunächst mit 20 handverlesenen Partnern. Sie haben sich verpflichtet, ihre für die Metro-Vertriebslinien Cash & Carry, Real und Kaufhof bestimmten Paletten flächendeckend mit RFID-Chips zu bestücken. Sukzessive werden dann rund 100 Lieferanten, acht Lager und 269 Metro-Standorte mit dieser Technik arbeiten. Im Frühjahr 2006 soll die angepeilte Zahl von 300 Lieferanten erreicht sein. Die Metro Group hat ihre RFID-Umgebung auf der Middleware der IBM aufgebaut. Damit die Implementierungen der Lieferanten mit dieser Infrastruktur zusammenpassen, müssen sie also zumindest Websphere-kompatibel sein.