Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.06.2000 - 

Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung

Metro sucht nach lukrativen Geschäftsfeldern im Internet

MÜNCHEN (CW) - Rund 255 Millionen Mark investiert der Handelskonzern Metro in den Ausbau des Online-Geschäfts. Mit mehreren zentral gesteuerten Projekten will er zu einem der weltweit führenden E-Commerce-Anbieter werden.

Der Metro-Konzern befindet sich derzeit in einer Modernisierungsphase, deren Kosten mit insgesamt 2,8 Milliarden Mark veranschlagt werden. Durch die damit verbundenen Maßnahmen sowie durch die schwache Konsumnachfrage sank der Gewinn 1999 um drei Prozent. Das Management setzt vor allem auf den Ausbau des internationalen Geschäfts mit den Abholmärkten (Cash & Carry), die flächendeckende Versorgung Europas mit den für den Konzern besonders erfolgreichen Elektronikmärkten (Saturn) und das Internet-Geschäft.

Mit einer eigenen Metro Online AG als zentrale Holding soll das Internet künftig als fünfte Säule neben den Abholmärkten, dem Lebensmitteleinzelhandel, Fachmärkten und Warenhäusern etabliert werden. Die Bereitschaft, noch in diesem Jahr rund 255 Millionen Mark zu investieren, signalisiert großes Engagement. Vorstandssprecher Hans-Joachim Körber dämpft jedoch übertriebene Erwartungen in einen raschen Erfolg: "Wir fangen einfach mal an und schauen dann, was herauskommt."

Metro testet eine Vielzahl von PortalenDer Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Business-to-Business (B-to-B). So ist für Juli dieses Jahres ein knapp zwei Millionen Mark teurer Online-Shop für die Abholmärkte geplant. Dort sollen Unternehmen vor allem Büromaterial und -möbel kaufen können. Außerdem geht es darum, konzernweit die Abläufe zu verbessern. Insbesondere soll der Datenaustausch der rund 16,6 Millionen kleinen und mittleren Zulieferfirmen verbessert werden. Für sie ist für rund 40 Millionen Mark ein virtueller Marktplatz geplant. Der Konzern selbst hat sich bereits an der internationalen Handelsplattform Global Netxchange sowie an dem in China führenden Business-to-Business-Portal Sparkice beteiligt. Außerdem soll es weitere zielgruppenspezifische Web-Auftritte geben.

Im Consumer-Bereich wird das bestehende Primus-Online-Portal ausgebaut werden und im Juni die Elektronikkette Media-Markt online gehen. Auch für die Praktiker-Baumärkte und die Real-Verbrauchermärkte ist eine Online-Präsenz geplant.

Schließlich will Metro noch in diesem Jahr rund 50 Millionen Mark in Gründerunternehmen investieren. "Diese Anteile werden uns die Tür zu neuen Techniken und Geschäftsmodellen öffnen", begründet Körber den Schritt. Insgesamt hofft er mit diesem Konzept und der verstärkten Internationalisierung des Konzerns bereits in diesem Jahr auf ein Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent.