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12.03.2004 - 

Konzentration auf Visionen, Trends und Strategien

Michael Dell tritt zurück

12.03.2004
MÜNCHEN (CW) - Michael Dell, Gründer der Dell Inc. aus Round Rock, Texas, hat den Posten des Vorstandsvorsitzenden an den Chief Operating Officer (COO) Kevin Rollins abgegeben. Dell wird sich als Chairman of the Board um Visionen, Trends und Strategien des Weltmarktführers von PC-Systemen kümmern.

Am 16. Juli 2004 findet bei der jährlichen Aktionärshauptversammlung der Dell Inc. eine Wachablösung der besonderen Art statt - zumindest für Dell. Nach 20 Jahren an der Spitze des von ihm 1984 gegründeten Unternehmens wird Michael Dell die Führungsposition des Chief Executive Officer (CEO) an Kevin Rollins abgeben, der außerdem als President fungiert. Unternehmensgründer Dell zieht sich als Chairman in den Verwaltungsrat zurück.

Ganz überraschend kommt der Wechsel nicht. IDC-Analyst Roger Key etwa sagte, Rollins habe auch in den vergangenen Jahren die Geschäftsoperationen geleitet. "Er ist sozusagen das Herz der Dell-Maschine, die immer effizienter gelaufen ist."

Das Unternehmen betont, dass der Wechsel an der Spitze nicht als Misstrauensvotum für Dell zu verstehen ist. Ein Unternehmenssprecher kolportiert diesbezüglich die Anekdote, dass die beiden Manager die Wand ihrer angrenzenden Büros vor drei Jahren herausreißen und durch eine Glaswand mit Glastür ersetzen ließen. "Kein Mitarbeiter hat diese Tür jemals geschlossen gesehen." Ihre Schreibtische hätten die beiden so gestellt, dass sie sich ständig ansehen können. (jm)

Dell-Chronik: Alles begann in einer Studentenbude

1980 kauft Michael Dell seinen ersten Computer - einen Apple II. Den nimmt er auseinander, um Bauweise und Design zu erforschen.

1983 beginnt Dell, in seiner Studentenbude an der Universität von Texas in Austin mit Zusatzkomponenten aufgewertete PCs zu verkaufen.

1984 lässt Dell mit 1000 Dollar Startkapital die Dell Computer Corp. registrieren.

1986 wartet Dell mit einer 30-Tage-Geld-zurück-Garantie auf. Im gleichen Jahr offeriert das Unternehmen erstmals einen Vor-Ort-Service.

1987 wird die erste außeramerikanische Niederlassung in Großbritannien gegründet.

1988 geht Dell an die Börse.

1989 treten Probleme mit Speicherchips auf, die in Massen die Lager blockieren und dann abgeschrieben werden müssen. In der Folge muss Dell das Produktentwicklungsprogramm mit Codenamen "Olympic" streichen.

1990 unternimmt der Direktvermarkter einen Ausflug ins Partnergeschäft und vertreibt seine PCs in den USA auch über Endverbraucher-Großmärkte wie CompUSA und Best Buy.

1992 Dell schließt das Fiskaljahr 2002/03 (Ende: 31. Januar 2003) mit einem Umsatz von über zwei Milliarden Dollar ab.

1993 erlebt Dell etwas Ungewöhnliches: den ersten Quartalsverlust in der Firmengeschichte. Als Gründe gibt Dell den vorübergehenden Rückzug aus dem Notebook-Geschäft, die Aufgabe des Vertriebs über Händler und die Neustrukturierung der europäischen Geschäfte an.

1996 tritt Dell mit seinen "Poweredge"-Servern erstmals im Markt für Intel-Standard-Server auf und beginnt, dieses Segment aufzumischen. Im gleichen Jahr erste Versuche, über das Internet PCs zu verkaufen.

1998 eröffnet Dell in China sein erstes Verkaufs-, Herstellungs- und Supportzentrum.

2003 Dell hat das fusionierte Unternehmen HP/Compaq erstmals als weltweiter PC-Marktführer überholt. Das Geschäftsjahr 2003 schließt Dell mit einem Umsatz von 41,44 Milliarden Dollar und einem Gewinn nach Steuern von 2,64 Milliarden Dollar ab.