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26.06.1998 - 

Portfolio um Services ergänzt

Micro Focus übernimmt Intersolv per Aktientausch

Mit der Akquisition entstehe eines der größten Unternehmen im Bereich von Entwicklungswerkzeugen für geschäftskritische Applikationen, beurteilt die "Financial Times" den Merger. Dahinter stehe die Forderung großer IT-Abteilungen, sowohl Tools als auch Services aus einer Hand zu erhalten. Während Micro Focus bislang überwiegend Entwicklungskomponenten bereitstellt, kommen von Intersolv die Lösungen, mit denen sich Services wie Tests, Versionsverwaltung und seit kurzem auch ein Software-Lifecycle-Management erbringen lassen.

In der bisherigen Konstellation prognostizierten Analysten Micro Focus keinen besonders guten Start in das nächste Jahrtausend. Der Hersteller habe sich zu lange auf Cobol konzentriert und dabei die Services vernachlässigt, so die Vorwürfe. Der Richtungswechsel des anglo-amerikanischen Unternehmens wurde erst jüngst auf der deutschen Anwendertagung in Ulm deutlich: Das zentrale Thema dort war eine Mainframe-Maintenance-Lösung, mit der sich vor allem Cobol-Daten am Desktop remodellieren und pflegen lassen.

Die nun angekündigte Fusion macht die Ergänzung des Portfolios um Services komplett. Sie krönt die laut Micro-Focus-CEO Martin Waters bereits zehn Jahre währende Partnerschaft zwischen beiden Firmen. Hinzu kommt der Umstand, daß zahlreiche Anwender ohnehin die Produkte beider Hersteller einsetzten, ebenso würden 75 Prozent der Distributoren die jeweiligen Lösungen im Portfolio führen. Insofern sei der Merger eher unter dem Aspekt der Synergienutzung als unter dem der Kosteneinsparung zu sehen.

Entlassungen seien deshalb auch nicht geplant. Das zusammengeführte Unternehmen hat seinen Hauptsitz im kalifornischen Mountain View, Waters soll an der Spitze der rund 1900 Beschäftigten stehen. Intersolv-Aktionären wird jeder Anteilschein gegen 0,55 Prozent des neuen, auf knapp 40 Dollar festgelegten Micro-Focus-Papiers eingetauscht.