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Produktstrategie zielt auf mittelgroße Unternehmen:


16.06.1983 - 

Microdata stellt Datenbank-Computer vor

FRANKFURT (CW) - Die Freigabe ihrer Datenbank-Computer der Serie 9000 für den deutschen Markt gab die Microdata GmbH, Neu-Isenburg, bekannt. Zielgruppe sollen in erster Linie mittelgroße Unternehmen sein, die sich bisher aus Kostengründen keinen Datenbank-Computer leisten konnten. Der Markt für dedizierte Abteilungsrechner in Großunternehmen liegt in der zweiten Stoßrichtung der Offensive.

Die vorgestellte Produktreihe basiert, so Rainer Radloff vom Marketingbereich der Microdata in seinem Vorstellungsreferat, auf einem 32Bit-Prozessor in Bit-Slice-Technologie, einer Eigenentwicklung von Microdata. Das Betriebssystem "Reality" steuert ein relationales Datenbanksystem.

Eine Grundkonfiguration der 9310 mit 0,5 Megabyte Speicher, 125 Megabyte Disk, KSR-Terminal, Videoterminal und Drucker ist einschließlich Betriebssystem, Datenbank, Basic und Utilities bei einem Vertragsabschluß auf fünf Jahre für eine Monatsmiete von 7280 Mark zu haben. Die Wartung ist in diesem Preis enthalten.

Da sich die Microdata nach Aussage von Radloff nicht als PCM sieht, sind ihre Produkte nicht kompatibel zu den Erzeugnissen anderer Hersteller. Trotzdem erhofft sich Radloff hauptsächlich aus dem Ablösegeschäft Umsatzsteigerungen. Als Hauptkonkurrenten gelten neben IBM (/38) und Nixdorf (Reihen 70 und 90) auch M.A.I., Wang, Hewlett-Packard und Honeywell Bull.

Neben leichter Erlernbarkeit der Handhabung soll Herstellerangaben zufolge ein weiterer Vorteil des Systems darin liegen, daß die angegebene Ausführungszeit von 150 Nanosekunden für eine Micro-Instruktion unabhängig von der Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe ist.

Wesentliche Teile des Betriebssystems und der Datenbanksteuerung sind im Mikroprogrammspeicher, einem 64 Kilobyte großen Modul, integriert. Der Hauptspeicherbedarf des Betriebssystems beträgt, einschließlich der Datenbank, 50 Kilobyte.

Die Zentraleinheit der Serie 9000 ist ein Prozessor in 32-Bit-Architektur. Der Hauptspeicher ist modular von 512 Kilobyte auf vier Megabyte, die Plattenspeicherkapazität von 250 Megabyte auf 1000 Megabyte ausbaubar.

Dem Betriebssystem "Reality" liegt Pick OS zugrunde, eine Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit Microdata erfolgte. "Reality" arbeitet mit virtueller Speichertechnik und unterstützt den Multi-User-Betrieb; die Datenbank ist, so Radloff, bereits integriert. Zur Programmentwicklung sind Werkzeuge wie Editor und Maskengenerator sowie die Programmiersprache Data-Basic vorhanden.